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Arzt vergleicht Corona-Quarantäne mit Konzentrationslager

15:15
12.04.2022
Ein Arzt soll die Corona-Quarantäne mit der Inhaftierung in einem Konzentrationslager verglichen haben. Deshalb erhob die Staatsanwaltschaft Heidelberg nach Angaben vom Dienstag Anklage gegen den Mann aus Sinsheim (Rhein-Neckar-Kreis). Außerdem steht der Mann im Verdacht, zusammen mit seiner Frau mehrfach falsche Atteste zur Befreiung der Maskenpflicht ausgestellt zu haben.

Der Mann soll in Internetvideos den Holocaust verharmlost und zu Aktionen gegen die Regierung sowie die Justiz in Deutschland aufgerufen haben. Alle impfenden Ärzte habe er mit Josef Mengele verglichen. «Bei diesem handelte es sich, wie allgemein bekannt ist, um einen nationalsozialistischen Kriegsverbrecher, der als Lagerarzt im Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau Selektionen vornahm, die Vergasung der Opfer überwachte und menschenverachtende pseudomedizinische Experimente an Häftlingen durchführte», teilte die Staatsanwaltschaft mit.

Das Ärzte-Ehepaar soll Menschen aus ganz Deutschland mit Attesten von der Maskenpflicht befreit haben - angeblich aus medizinischen Gründen. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft untersuchten die Ärzte ihre Patienten nicht persönlich. Stattdessen seien die Atteste per Post zugeschickt worden.

(dpa)

Betrug mit fiktiven Corona-Tests - 14,9 Millionen Euro erbeutet

13:39
12.04.2022
Wegen Betrugs mit fingierten Corona-Tests in rekordverdächtiger Höhe ermittelt die Staatsanwaltschaft Offenburg gegen zwei Männer. Ein 29-Jähriger und ein 24-Jähriger stehen im Verdacht, nicht vorgenommene Tests abgerechnet zu haben und damit 14,9 Millionen Euro ergaunert zu haben. Wann die Ermittlungen gegen die Männer aus Freiburg und dem Landkreis Emmendingen abgeschlossen werden könnten, sei unklar, sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Offenburg am Dienstag. Es werde noch untersucht, ob die beiden auf freiem Fuß befindlichen Beschuldigten Komplizen gehabt hätten.

Der Betrug geschah in jeweils mehreren Zentren im Ortenaukreis und im Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald. Die «Badische Zeitung» hatte über den Fall berichtet. Die Ermittlungen waren durch den Hinweis einer Bank angestoßen worden. Sie ging angesichts der hohen Summe von einem möglichen Fall der Geldwäsche aus.

Gegen einen anderen mutmaßlichen Betrüger hat die Staatsanwaltschaft Freiburg bereits Anklage erhoben. Er soll mit angeblichen Tests eines fiktiven Corona-Testzentrums 5,7 Millionen Euro ergaunert haben. Auch hier war eine Bank aufmerksam geworden. Fast die gesamten Beträge in beiden Fällen konnte von den Justizbehörden auf den Konten der Beschuldigten sichergestellt werden.

Am Montag war ein weiterer Fall von Abrechnungsbetrug ihn Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz bekannt geworden. Es ist laut Ermittlern ein Schaden von mehreren Hunderttausend Euro entstanden.

Die Hochzeit der Testzentren, als zahlreiche private Betreiber Zelte aufstellten und Corona-Tests anboten, haben seinerzeit auch Betrüger auf den Plan gerufen. Für den Betrieb der Zentren waren fast keine Voraussetzungen zu erfüllen. Bezahlt wurden die für die Bürger kostenlosen Tests vom Bund.

(dpa)

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