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Landtag bringt Kommission zu Corona-Lehren auf den Weg

17:51
09.03.2022
Der Landtag hat mit den Stimmen von Grünen, CDU und AfD am Mittwoch die Einsetzung einer Kommission zu Lehren aus der Corona-Pandemie beschlossen. Die Enquetekommission «Krisenfeste Gesellschaft» soll Lehren aus der Pandemie ziehen und Vorschläge erarbeiten, wie man sich gegen neue Krisen wappnen könne. Sie setzt sich aus 14 Mitgliedern der im Landtag vertretenden Fraktionen zusammen und aus acht Sachverständigen, die von den Fraktionen gewählt wurden.

Zuvor gab es Zoff über die Kommission. Ursprünglich hatte die Landesregierung einen Antrag gemeinsam mit SPD und FDP beschließen wollen. Doch die beiden Seiten konnten sich nicht einigen. Die Regierung warf Sozialdemokraten und Liberalen vor, nur im Rückspiegel Schuld verteilen zu wollen. SPD und FDP beschuldigten Grün-Schwarz, sich einer Aufarbeitung der Corona-Politik zu verweigern.

(dpa/lsw)

Corona-Inzidenz im Südwesten steigt weiter

17:51
09.03.2022
Die Sieben-Tage-Inzidenz in Baden-Württemberg ist am Mittwoch weiter gestiegen. Die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen einer Woche kletterte innerhalb eines Tages von 1551,8 auf 1646,5 (Stand: 16.00 Uhr), wie das Landesgesundheitsamt (LGA) in Stuttgart mitteilte. Binnen einer Woche stieg der Wert demnach um etwas mehr als 300.

Dennoch geht das LGA seinem aktuellen Lagebericht zufolge davon aus, dass der Höhepunkt der fünften Welle im Südwesten «vermutlich überschritten» wurde. Seit Ende Februar bleibe die Zahl der gemeldeten Neuinfektionen «relativ stabil auf sehr hohem Niveau, mit leichtem Anstieg in den letzten Tagen».

Im Vergleich zum Vortag meldete die Behörde 41 001 neue Infektionen im Land - ein Anstieg auf 2 362 002 registrierte Fälle seit Beginn der Pandemie. Am Coronavirus oder im Zusammenhang damit sind in Baden-Württemberg mittlerweile 14 562 Menschen gestorben. Das sind 34 Todesfälle mehr als am Vortag.

Auf den Intensivstationen im Land lagen am Mittwoch demnach 251 Covid-Patientinnen und -Patienten, 11,4 Prozent der Intensivbetten waren mit Covid-Erkrankten belegt. Bei beiden Werten waren die Unterschiede zu Vortag und Vorwoche gering. Das galt auch für die sogenannte Hospitalisierungsinzidenz. Die Zahl der Corona-Infizierten in Baden-Württemberg, die binnen einer Woche und pro 100 000 Einwohner in ein Krankenhaus kamen, lag am Mittwoch bei 7,3.

(dpa/lsw)

Mehr als 500 Corona-Todesfälle in Pflegeheimen im Land in einem Jahr

16:37
09.03.2022
Hunderte Menschen sind im vergangenen Jahr in Pflegeheimen im Südwesten an oder mit Corona gestorben. Seit März 2021 seien 564 Todesfälle in Verbindung mit einer Covid-Infektion in den Pflegeheimen verzeichnet worden, berichtete Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) am Mittwoch im Landtag. Nur zehn Prozent der Gestorbenen seien dreifach geimpft gewesen.

Seit Anfang März 2021 seien dem Landesgesundheitsamt 786 Ausbrüche und 10 479 Infektionsfälle in Pflegeheimen gemeldet worden, sagte Lucha weiter. Bei rund jedem vierten Fall handelte es sich demnach um einen Impfdurchbruch. Knapp 60 Prozent der Fälle entfielen auf Bewohner, 40 Prozent auf die Beschäftigten. Ein Viertel der Bewohner sei vollständig geimpft gewesen - unter den Beschäftigten seien es 19 Prozent gewesen. Auch geimpfte Bewohner könnten sterben, sagte Lucha.

Seit Anfang 2022 seien im Vergleich zum Vorjahreszeitraum bei höheren Inzidenzen aber deutlich weniger Menschen gestorben oder ins Krankenhaus gekommen, was an der meist milder verlaufenden Omikron-Variante des Virus liege, sagte Lucha. In den Heimen seien mittlerweile 88,4 Prozent der Beschäftigten und 93,1 Prozent der Betreuten vollständig geimpft. Geboostert seien 60,2 der Beschäftigten und 81 Prozent der Betreuten.

(dpa/lsw)

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