Letztes Update:
20220323001419

00:03
23.03.2022
Das russische Militär hat nicht näher bezeichnete Militäranlagen im Umkreis der Stadt Riwne im Nordwesten der Ukraine mit Raketen beschossen. Dabei seien drei Raketen eingeschlagen, sagt der regionale Militärchef Vitali Kowalj der Agentur Unian. 
"Während eines Alarms am Abend hat der Gegner dreimal auf ein Objekt der militärischen Infrastruktur geschossen", heißt es. "Eine Kommission ist vor Ort, die Verluste werden festgestellt." Details nannte Kowalj nicht.

23:05
22.03.2022
Bei der erneuten Verurteilung des inhaftierten Kremlgegners Alexej Nawalny handelt es sich nach Ansicht der US-Regierung um einen "politisch motivierten" Schuldspruch. Das "haarsträubende" Strafmaß von insgesamt neun Jahren in einem Hochsicherheitsgefängnis sei die Fortsetzung der Kampagne des Kremls gegen Nawalny, erklärt das US-Außenministerium. 
Moskau verfolge Nawalny nur, weil er ein Regierungsgegner sei, der zudem die Korruption in Russland bekämpfen wolle, hieß es weiter. Nawalny müsse "sofort und bedingungslos" freigelassen werden.

22:11
22.03.2022
Der russische Militäreinsatz in der Ukraine verläuft nach Einschätzung von Kremlsprecher Dmitri Peskow "streng nach Plan". Der Verlauf des Einsatzes entspreche den im Vorhinein festgelegten Zielen, sagt Peskow auf Englisch in einem Interview mit dem TV-Sender CNN. "Es ist ein erheblicher Einsatz mit erheblichen Zielen", sagte er. Die Regierung in Moskau bezeichnet den seit fast einem Monat andauernden russischen Angriffskrieg in der Ukraine als "speziellen Militäreinsatz", nicht als Krieg.
Auf die Frage, was Präsident Wladimir Putin in der Ukraine bislang erreicht habe, sagt Peskow, das die Ziele "noch nicht" erreicht seien. Dabei nennt er unter anderem das Dezimieren des ukrainischen Militärs sowie die Einsicht Kiews, dass die 2014 von Moskau annektierte Schwarzmeer-Halbinsel Krim nun ein "unverrückbarer Teil Russlands" sei. Zudem müsse die Ukraine anerkennen, dass die Separatistenregionen im Osten nun "unabhängige Staaten" seien.

21:47
22.03.2022
Die ukrainische Führung hält ein Eingreifen des belarussischen Militärs an der Seite Russlands aktuell für wenig wahrscheinlich. Die Wahrscheinlichkeit, dass der belarussische Präsident Alexander Lukaschenko die Entscheidung zur Teilnahme am Krieg trifft, liege "bei 15 bis 20 Prozent", sagt der ukrainische Präsidentenberater Olexij Arestowitsch nach Angaben der Agentur Unian.
Lukaschenko ist ein enger Verbündeter des russischen Präsidenten Wladimir Putin. Obwohl russische Militärs belarussisches Territorium als Sprungbrett zum Einmarsch in die Ukraine nutzen, beteiligt sich Belarus trotz wiederholten Drängens aus Moskau nicht aktiv am Krieg.

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