Für Zivilisten aus Mariupol soll es heute drei Fluchtkorridore zum Verlassen der von russischen Truppen belagerten Stadt geben. Das sagt die ukrainische Vizeregierungschefin Iryna Wereschtschuk in einer auf Telegram veröffentlichten Videobotschaft. Die Menschen sollen demnach aus den umliegenden Orten Berdjansk, Jurjiwka und Nikolske in die Großstadt Saporischschja gebracht werden. Ziel sei, alle Menschen aus der umkämpften Stadt zu holen.
Nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums leben noch bis zu 130 000 Bewohner in der Stadt am Asowschen Meer - einst waren es rund 440 000. Russland und die Ukraine werfen einander immer wieder gegenseitig vor, die Flucht der Menschen über humanitäre Korridore zu behindern.