Letztes Update:
20220322023056

02:29
22.03.2022
Offenbar in Erwartung russischer Angriffe ruft der Bürgermeister von Boryspil die Zivilbevölkerung zum Verlassen der Stadt auf. Das gelte auch für alle Zivilisten, die aus anderen Teilen des Landes in die südöstlich von Kiew gelegene Stadt mit knapp 60.000 Einwohnern geflüchtet seien, sagt Wolodymyr Borissenko. 
Sein Appell erfolge aus rein militärtaktischen Gründen. "Die Erfahrung aus anderen Orten, um die gekämpft wird, hat gezeigt, dass die Arbeit der Streitkräfte einfacher ist, wenn weniger Zivilbevölkerung in der Stadt ist", so Borissenko. "Es gibt keinen Grund, in der Stadt zu bleiben, in der Umgebung wird bereits gekämpft." 

00:38
22.03.2022
Das US-Verteidigungsministerium geht davon aus, dass die russischen Truppen in der Ukraine vorsätzlich zivile Ziele ins Visier nehmen. Ministeriumssprecher John Kirby sagt: "Wir sehen weiterhin wahllose Angriffe auf Zivilisten, von denen wir glauben, dass sie in vielen Fällen vorsätzlich sind." Deutlich sei, dass die Angriffe zu einer wachsenden Zahl ziviler Opfer führten. "Dafür gibt es keine Rechtfertigung." Kirby betont zugleich, dass man die Pläne der Russen nicht genau kenne. Er war gefragt worden, ob nach Einschätzung der US-Regierung Angriffe auf Zivilisten Teil der russischen Strategie seien. 

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00:18
22.03.2022
US-Präsident Joe Biden sieht den russischen Einsatz der schnellen "Kinschal"-Rakete auch als Zeichen der Schwäche Russlands. "Sie haben gerade die Hyperschall-Rakete gestartet, weil es das Einzige ist, was sie mit absoluter Sicherheit durchbringen können", sagt er in Washington. Es sei fast unmöglich, die Rakete zu stoppen.
Die Ukrainer würden großen Schaden an Russlands Panzern, Hubschraubern oder Flugzeugen anrichten - auch mit den Waffen der westlichen Verbündeten, so Biden weiter. "Und jetzt steht Putin mit dem Rücken zur Wand." Der russische Präsident habe nicht mit der Einheit der Nato gerechnet. Je mehr Putin mit dem Rücken zur Wand stehe, desto härter werde die Taktik, die er anwende.

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