Letztes Update:
20220321020516

11:10
20.03.2022
UPDATE |  Um die nordukrainische Stadt Tschernihiw gibt es nach Militärangaben aus Kiew weiter schwere Gefechte. "Tschernihiw wird verteidigt", teilt die ukrainische Armee mit. Die Stadt nahe der Grenze zu Belarus werde beschossen. Es gebe keinen Strom und keine Heizung mehr. Viele Einwohner seien ohne Gas. 
Zuvor hatte Bürgermeister von Tschernihiw in einem dramatischen Appell auf die prekäre Lage in der von russischen Truppen eingekesselten nordukrainischen Stadt hingewiesen. "Der wahllose Artilleriebeschuss der Wohngebiete dauert an, dabei sterben friedliche Menschen", sagte Wladislaw Atraschenko laut der Agentur Unian. Die Stadt erlebe eine humanitäre Katastrophe.

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10:51
20.03.2022
Der britische Premierminister Boris Johnson ist wegen eines Vergleichs zwischen dem Kampf der Ukrainer gegen die russische Invasion und dem Votum der Briten zum EU-Austritt heftig in die Kritik geraten. Wie die Ukrainer habe sich das britische Volk mit dem Brexit für die Freiheit entschieden, hatte Johnson bei seiner Rede zur Frühjahrskonferenz der britischen Konservativen gestern gesagt.
Das ruft heftige Reaktionen hervor: "Boris, Deine Worte beleidigen die Ukrainer, die Briten und den gesunden Menschenverstand", twitterte unter anderem der frühere EU-Ratspräsident Donald Tusk. Der frühere Brexit-Beauftragte des Europäischen Parlaments, Guy Verhofstadt, bezeichnet den Vergleich als "irre" und fügt hinzu: "Beim Brexit ging es darum, Freiheiten abzuschaffen und die EU zu verlassen... Die Ukrainer wollen mehr Freiheit und der EU beitreten!"

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