Letztes Update:
20220321020516

10:55
19.03.2022
Mehr als 3000 Tonnen gespendete Lebensmittel aus Deutschland sind über eine Koordinierungsstelle des Bundesagrarministeriums in die Ukraine gebracht worden, wie das Ministerium mitteilt. Geliefert werden über Umschlagpunkte in Polen vor allem Grundnahrungsmittel, Wasser, Saft, Babynahrung und Konserven mit Fisch und Fleisch. Gespendet wurden die Produkte von mehreren deutschen Handels- und Lebensmittelunternehmen.
Verteilt wurden Hilfslieferungen aus Deutschland den Angaben zufolge in Richtung Charkiw, Kiew, Saporischschja und Tschernihiw. Zugesagt sind einschließlich der schon gelieferten Ware bisher insgesamt rund 4100 Paletten.

10:08
19.03.2022
Für die bedrängte Zivilbevölkerung in den Kriegsgebieten der Ukraine sind für heute nach Angaben der Kiewer Führung zehn Fluchtkorridore eingerichtet worden. Einer führe aus der seit Tagen besonders schwer umkämpften Stadt Mariupol im Süden in Richtung der Stadt Saporischschja, sagte Vizeregierungschefin Irina Wereschtschuk. 
An der Zwischenstation Berdjansk sollten die Flüchtlinge mit Bussen abgeholt werden, dort würden auch Hilfsgüter übergeben. Aus dem umkämpften Gebiet Luhansk im Osten des Landes führten vier Korridore in die Stadt Bachmut, so Wereschtschuk. Weitere Fluchtrouten wurden aus Dörfern und Städten um die Hauptstadt Kiew eingerichtet. Die Routen werden für jeden Tag neu angekündigt. 

10:02
19.03.2022
Trotz des Krieges muss die Linke nach Ansicht der Vorsitzenden der Bundestagsfraktion, Amira Mohamed Ali, an den Prinzipien einer Friedenspartei festhalten. "Aufrüstung und Waffenlieferung, das ist immer noch der falsche Weg", so Mohamed Ali beim Parteitag der Linken Mecklenburg-Vorpommerns in Rostock. Der Parteitag hatte mit einem "Moment der Stille" begonnen, um der Opfer des Krieges zu gedenken. 
Die Politikerin kritisiert das von der Bundesregierung angekündigte Sondervermögen von 100 Milliarden Euro zur Aufrüstung der Bundeswehr und die darauffolgende Reaktion von Abgeordneten im Bundestag. "Ich war schockiert über diese Kriegsbesoffenheit der anwesenden Abgeordneten", sagt sie. Eine Aufrüstungsspirale könne nicht der Weg zum Frieden sein. Auch Waffenlieferungen in die Ukraine seien nicht zu akzeptieren. 

09:40
19.03.2022
Kiews Bürgermeister Vitali Klitschko fordert die westlichen Verbündeten zu erneut zu weiteren Waffenlieferungen für die Ukraine auf. "Bitte, unterstützen Sie uns", sagt der frühere Profiboxer im Interview der italienischen Tageszeitung Corriere della Sera. "Wir sind in der Lage, unseren Luftraum selbst zu schließen", so der 50-Jährige. "Aber wir müssen auf jeden Fall die richtigen Waffen bekommen."
Klitschko zufolge verzeichnet Kiew mittlerweile mehr als 200 getötete Zivilisten. Ungefähr zwei Millionen Bewohner seien in der Stadt geblieben. "Vergesst nicht, dass wir unser Land verteidigen, aber gleichzeitig auch die fundamentalen Werte der europäischen Demokratie", sagt Klitschko. "Meine Botschaft ist klar: Bitte stellen Sie jegliche wirtschaftliche Beziehung mit Russland ein, weil Putin jeden Euro nutzt, um sein Militär zu verstärken, das auf uns zumarschiert", fordert er.

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