Letztes Update:
20230326160921

15:37
26.03.2023
Die Ukraine verlangt eine sofortige Sondersitzung des UN-Sicherheitsrats zur von Russland geplanten Stationierung taktischer Atomwaffen in Belarus. Die Pläne seien ein "weiterer provokativer Schritt des kriminellen Regimes" von Kremlchef Putin, erklärt das Außenministerium in Kiew. Damit würden die Grundsätze des Atomwaffensperrvertrags, die nukleare Abrüstungsarchitektur und das internationale Sicherheitssystem insgesamt untergraben.
Russland gehört zu den Ständigen Mitgliedern des UN-Sicherheitsrats, des mächtigsten Gremiums der Vereinten Nationen in New York. An die vier anderen Ständigen Mitglieder - die USA, Großbritannien, Frankreich und China - appelliert die Ukraine, Maßnahmen gegen eine "nukleare Erpressung" zu beschließen. Zudem fordert Kiew die Gruppe der sieben Wirtschaftsmächte (G7) und die Europäische Union auf, Belarus vor den Folgen einer solchen Stationierung zu warnen.

15:08
26.03.2023
Litauens Verteidigungsminister Arvydas Anusauskas reagiert hingegen gelassen. Mit der Verlegung russischer Atomwaffen in das benachbarte Belarus ziele Russlands Präsident Putin darauf ab, die Länder einzuschüchtern, die die Ukraine unterstützen, schreibt Anusauskas auf Facebook. Nach Ansicht des Ministers des baltischen EU- und Nato-Landes sollte es keine besondere Reaktion auf die russischen Pläne geben.
"Die Verteidigung eines Nato-Landes gegen die Bedrohung durch Atomwaffen ist gewährleistet, unabhängig davon, ob diese Waffen westlich unserer Grenzen (Gebiet Kaliningrad), östlich (Belarus) oder nördlich (Gebiet Leningrad) stationiert sind", schreibt er. Litauen grenzt an die russische Exklave Kaliningrad sowie an Russlands Verbündeten Belarus. 

14:37
26.03.2023
Polen hat die Ankündigung des russischen Präsidenten Putin, taktische Atomwaffen im gemeinsamen Nachbarland Belarus zu stationieren, scharf kritisiert. "Wir verurteilen diese Verstärkung der Bedrohung des Friedens in Europa und der Welt", sagt ein Sprecher des Außenministeriums in Warschau der Agentur PAP zufolge.

14:17
26.03.2023
Die USA haben im Zuge der nuklearen Abschreckung schon lange Atombomben in mehreren europäischen Ländern stationiert. Offizielle Angaben gibt es dazu zwar nicht, es sollen aber weiterhin in den Niederlanden, Belgien, Italien und Deutschland US-Atomwaffen lagern, und außerdem auf der US-Luftwaffenbasis Incirlik im asiatischen Teil der Türkei.
Expertenschätzungen zufolge sollen es insgesamt noch etwa 100 sein. Auf dem Bundeswehr-Fliegerhorst Büchel in der rheinland-pfälzischen Eifel sollen noch bis zu 20 US-Atombomben stationiert sein, die im Ernstfall mit Bundeswehr-Kampfjets eingesetzt werden sollen. Die Bomben sind 3,58 Meter lang, sehen aus wie kleine Raketen und haben eine Sprengkraft von bis zu 50 Kilotonnen - etwa das 13-fache der ersten US-Atombombe, die 1945 die japanische Großstadt Hiroshima fast vollständig zerstört hat. 

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