Schweizer Rüstungsunternehmen haben noch nie Kriegsmaterial für so viel Geld exportiert wie im vergangenen Jahr. Die Ware ging für 955 Millionen Franken (rund 960 Millionen Euro) in 60 Länder, wie das Staatssekretariat für Wirtschaft berichtete. Das war ein Anstieg um 29 Prozent. Die größten Abnehmer waren Katar, Dänemark, Deutschland, Saudi-Arabien und die USA. Nach Deutschland ging Kriegsmaterial für 131,7 Millionen Franken. Nach Katar seien hauptsächlich Fliegerabwehrsysteme zum Schutz des Luftraums über den Fußballstadien während der Weltmeisterschaft geliefert worden.
Schweizer Kriegsmaterial ist wegen des russischen Kriegs gegen die Ukraine in den Schlagzeilen. Das Land verbietet es Kunden unter Hinweis auf seine Neutralität, Ware an Länder weiterzugeben, die an einem internationalen Konflikt beteiligt sind. Deutschland und andere Länder beantragten vergeblich Ausnahmen, um Schweizer Munition und anderes Material an die Ukraine liefern zu können.