Nach Ansicht des ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj ist die Korruption in seinem Land fast überwunden. "Es gibt in der Ukraine keine tiefreichende Korruption", behauptete der Staatschef bei der Münchner Sicherheitskonferenz, zu der er per Video zugeschaltet war. Indirekt habe auch der von Russland begonnene Krieg dazu beigetragen, weil viele bestechliche Beamte geflohen seien, sagte er. "Unsere Gesellschaft akzeptiert nach dem Krieg keinerlei Korruptionshandlungen mehr", sagte Selenskyj. Das System zur Korruptionsbekämpfung sei in der Ukraine eines der stärksten in Europa. Daher sei er überzeugt, dass das Problem überwunden werde.
Die Ukraine gilt gemäß den Experten der Nichtregierungsorganisation Transparency International nach dem Kriegsgegner als eines der korruptesten Länder Europas. Zuletzt musste Selenskyj eine Reihe von hochrangigen Regierungsbeamten wegen ihrer Verwicklung in Korruptionsskandale entlassen.