Letztes Update:
20230210020041

15:57
09.02.2023
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert beim EU-Gipfel mehr Tempo bei der Militärhilfe für sein Land. Zudem drang der Staatschef bei einem Treffen mit den Staats- und Regierungschefs der 27 Mitgliedstaaten auf weitere Sanktionen gegen Moskau. Er bedankte sich jedoch auch bei Kanzler Olaf Scholz und seinen Kollegen für die bereits geleistete finanzielle oder militärische Hilfe. Auf offensive Forderungen nach der Lieferung von Kampfflugzeugen verzichtete der 45-Jährige in dem öffentlich übertragenen Teil seiner Rede. 
"Ich bin allen dankbar, die dabei helfen, die begreifen, wie sehr die Ukraine gerade solche Möglichkeiten braucht, die Artilleriegeschütze braucht, Munition für diese, moderne Panzer, weitreichende Raketen, moderne Luftwaffe", sagte Selenskyj. "Ich bin all denen dankbar, die eine solche Waffenhilfe geben." Er betonte jedoch auch: "Wir müssen die Dynamik unserer Zusammenarbeit erhöhen." Außerdem forderte Selenskyj, dass die EU ihre Sanktionen etwa auf die Drohnenindustrie oder den IT-Sektor ausweiten müsse. Die EU arbeitet derzeit an einem weiteren Sanktionspaket.

15:21
09.02.2023
Bulgariens Präsident Rumen Radew spricht sich entgegen der Stimmung beim EU-Gipfel in Brüssel gegen weitere Militärhilfe seines Landes für die Ukraine aus. Das einstige Ostblockland hatte erst Ende 2022 erstmals seit Beginn des russischen Angriffskriegs ein militärisches Hilfspaket für Kiew aus den Beständen seiner Streitkräfte auf den Weg gebracht. "Ich hoffe, dass die Regierung Vernunft zeigt und das in Zukunft nicht mehr zugelassen wird", sagte Radew bei seiner Ankunft beim EU-Gipfel nach einem Bericht des bulgarischen Staatsfernsehens BNT.
"Ich höre immer seltener Aufrufe zum Frieden, und nur zum Sieg, ohne dass irgendwo irgendjemand definiert hat, was Sieg bedeutet", so der frühere Kampfjetpilot und Luftwaffen-Chef. Bulgarien werde der Ukraine und den ukrainischen Flüchtlingen weiter helfen, aber es sei Zeit, dass "Maßnahmen zum Beenden des Konflikts" formuliert würden, sagte Radew. Er wolle sich bei der EU dafür einsetzen, dass wir "die Debatte in Richtung Einstellung der Militärhandlungen" führen können.

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