Der tschechische Präsidentschaftskandidat und Ex-Regierungschef Andrej Babis hat die Beistandsverpflichtung der Nato infrage gestellt und damit empörte Reaktionen ausgelöst. Auf die Frage, ob er als Präsident Soldaten nach Polen oder in die baltischen Staaten entsenden würde, falls diese angegriffen werden sollten, sagte er am Sonntagabend in einer Fernsehdebatte: "Nein, sicherlich nicht. Ich will Frieden, ich will keinen Krieg. Und in keinem Fall würde ich unsere Kinder und die Kinder unserer Frauen in einen Krieg schicken."
Babis trifft am Freitag und Samstag in einer Stichwahl um das Präsidentenamt auf den früheren Nato-General Petr Pavel. Eine aktuelle Umfrage der Meinungsforschungsagentur Ipsos sieht den General a. D. Pavel klar vorn mit 58,8 Prozent der Stimmen. Babis würde demnach auf 41,2 Prozent kommen.