Letztes Update:
20230119020041

15:54
18.01.2023
Die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) will mit der ständigen Anwesenheit ihrer Experten in Tschernobyl weitere Angriffe auf den ukrainischen Unfallreaktor verhindern. Das sagt IAEA-Chef Rafael Grossi in der Anlage nahe der belarussischen Grenze, wo die Beobachtermission seiner Behörde ihre Arbeit aufnimmt. "Wir hoffen, dass es keine weitere Besetzung oder keinen weiteren Angriff auf das Kraftwerk geben wird", sagt Grossi. 
Kurz nach Beginn der russischen Invasion in die Ukraine im vergangenen Februar hatten russische Truppen das ehemalige Kraftwerk Tschernobyl fünf Wochen lang besetzt. Der Ausfall der Stromversorgung für die Kühlung des Atomabfalls in der Anlage rief internationale Sorge vor einem weiteren Strahlen-Unfall hervor. Im Jahr 1986 war es in Tschernobyl zu einem verheerenden Atomunfall gekommen.

15:26
18.01.2023
Kanada will der Ukraine 200 weitere Transportpanzer schicken. Das teilt Verteidigungsministerin Anita Anand bei einem Besuch in Kiew mit. Die Mannschaftstransportwagen würden von der kanadischen Firma Roshel gekauft und hätten einen Wert von rund 90 Millionen kanadischen Dollar (etwa 62 Millionen Euro) - Teil eines Militärhilfe-Pakets in Höhe rund 500 Millionen Dollar, das Premierminister Justin Trudeau bereits im November angekündigt hat. Die im Englischen Armoured Personal Carrier (APC) genannten Gefährte sind für den Transport einer Infanteriegruppe, Verletzten oder Munition konstruiert und nur leicht bewaffnet.

14:51
18.01.2023
Russlands Präsident Wladimir Putin zeigt sich beim Besuch eines Rüstungskonzerns siegessicher. Russlands Raketenbauer produzierten heute etwa so viel wie alle Länder der Welt gemeinsam, sagt Putin bei einem Treffen mit handverlesenen Arbeitern in einem Werk des Konzerns Almas-Antej. Daher sei der Sieg Russlands am Ende "unausweichlich", so Putin: "Ich habe daran keinen Zweifel." Russlands Waffenschmieden und Munitionsfabriken arbeiten wegen des Kriegs gegen die Ukraine seit Monaten im Mehrschichtbetrieb auf Hochtouren.
Bei dem Besuch in seiner Heimatstadt St. Petersburg (früher Leningrad) traf Putin auch Veteranen des Zweiten Weltkriegs. Dabei bezeichnete er den Krieg gegen die Ukraine einmal mehr als einen Kampf gegen "Neonazis". Russlands Propaganda vergleicht den Angriff immer wieder mit dem Kampf der Sowjetunion gegen das nationalsozialistische Deutschland.

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