Die Organisation für Sicherheit und Zusammenarbeit in Europa (OSZE) muss laut ihrem diesjährigen Vorsitzenden, dem nordmazedonischen Außenminister Bujar Osmani, auch in Zeiten des Ukraine-Krieges wachsam andere Brennpunkte im Blick behalten. "Regionale Instabilität und das Potenzial für neue Konflikte brauchen unsere andauernde Aufmerksamkeit", sagt Osmani bei einer Sitzung der Organisation in Wien.
Der Chefdiplomat sprach danach bei einer Pressekonferenz die Spannungen in der abtrünnigen moldauischen Provinz Transnistrien, zwischen Armenien und Aserbaidschan, sowie zwischen Serbien und dem Kosovo an. Auf dem Westbalkan bestehe nach wie vor Potenzial für eine Eskalation, sagt er. Eine EU-Beitrittsperspektive für die Region sei das wirksamste Mittel dagegen. Die Ukraine habe jedoch die oberste Priorität für die OSZE, betont der Minister. "Meine Botschaft an Russland als Mitglied dieser Organisation lautet: Sie müssen den Angriff sofort beenden."