Die Entscheidung über eine Lieferung von Leopard-2-Panzern aus Europa an die Ukraine sollte laut schwedischem Ministerpräsidenten Ulf Kristersson in einigen Wochen geklärt sein. "Ich denke, es ist ziemlich bekannt, was die Ukraine braucht", sagt Kristersson. Jedes Land werde nun versuchen, Entscheidungen darüber zu treffen, was es leisten könne. Zu berücksichtigen seien dabei die Bedürfnisse der eigenen Streitkräfte und "natürlich der Regelungen und Entscheidungen, die von Partnern in diesen spezifischen Waffensystemen abhängen". Deswegen werde man "noch ein paar Wochen" warten müssen.
Kristersson äußert sich auf die Frage, ob Deutschland Leopard-2-Panzer an die Ukraine liefern sollte und es anderen Staaten erlauben sollte, einen Teil ihrer Leopard-Panzer abzugeben. Die Bundesrepublik spielt in der Debatte eine Schlüsselrolle, weil die Leopard-2-Panzer in Deutschland entwickelt wurden und nicht ohne deutsche Genehmigung an die Ukraine abgegeben werden dürfen. Die Bundesregierung will bislang keine Leopard-2-Panzer an die Ukraine abgeben. Länder wie Polen und Spanien können sich allerdings Lieferungen von Leopard-2-Panzern aus ihren Beständen vorstellen.