Der ukrainische Außenminister Dmytro Kuleba auf die Lieferung von Leopard-Panzern gedrängt. "Diese Panzer brauchen wir um unsere Städte, Dörfer und alles, was sich unter russischer Besatzung befindet, zu befreien", so der Diplomat vor Journalisten in der ostukrainischen Millionenstadt Charkiw während des Besuchs von Annalena Baerbock. Das sei nicht nur eine "fixe Idee" der Ukrainer. Die deutschen Panzer seien nötig "um unsere Energieinfrastruktur zu retten, um die Ukrainer vor den Verbrechen zu retten."
"Je länger diese Entscheidung braucht, umso mehr Menschen werden aufgrund der fehlenden Bewaffnung der ukrainischen Armee sterben", mahnt Kuleba. Zugleich äußerte er seine Dankbarkeit für die bisherigen Waffenlieferungen seit Beginn der russischen Invasion Ende Februar. Die "große Entscheidung" über die deutschen Panzer stehe aber noch aus. "Je schneller diese Entscheidung gefällt wird, umso eher endet dieser Krieg mit einem Sieg der Ukraine", unterstreicht der Chefdiplomat.