Papst Franziskus hat vor Botschaftern zahlreicher Länder Kriege, Missstände und die Schwächung von Demokratien rund um den Globus angeprangert. "Heute ist der dritte Weltkrieg in einer globalisierten Welt im Gange", sagte das katholische Kirchenoberhaupt im Vatikan. Die Konflikte beträfen zwar nur bestimmte Gebiete, bezögen aber alle ein. "Das beste und jüngste Beispiel dafür ist gerade der Krieg in der Ukraine mit seiner Spur von Tod und Zerstörung", erklärte der 86 Jahre alte Argentinier.
Der Pontifex beklagte außerdem eine "Schwächung der Demokratie" - und bezog sich unter anderem auf die jüngsten Angriffe rechtsradikaler Demonstranten auf politische Schaltzentralen in Brasília. Mit Blick auf die systemkritischen Proteste im Iran kritisierte er die dort weiter praktizierte Todesstrafe, "nachdem die jüngsten Demonstrationen mehr Respekt für die Würde der Frauen gefordert haben", sagt er während seiner rund 40-minütigen Rede.