Der russische Außenminister Sergej Lawrow hat seinem neuen israelischen Amtskollegen Eli Cohen zu dessen Ernennung gratuliert. Das Telefongespräch war der erste Kontakt dieser Art seit einem Eklat im Mai letzten Jahres, als Äußerungen Lawrows als antisemitisch kritisiert worden waren. Die beiden Minister hätten "über eine Reihe bilateraler und regionaler Themen gesprochen", teilte das israelische Außenministerium mit.
Für Äußerungen Lawrows im Mai hatte Kremlchef Wladimir Putin sich nach israelischen Angaben entschuldigt. Lawrow hatte in einem Interview im italienischen Fernsehen zum Krieg in der Ukraine in Israel und auch in anderen Ländern für Empörung gesorgt. Moskau begründet den Angriff auf das Nachbarland auch mit einer angeblich erforderlichen "Entnazifizierung", obwohl der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj jüdischer Abstammung ist. Lawrow sagte dazu, auch Hitler habe "jüdisches Blut" gehabt. "Das heißt überhaupt nichts. Das weise jüdische Volk sagt, dass die eifrigsten Antisemiten in der Regel Juden sind."