Russland schafft nach Einschätzung des US-amerikanischen Instituts für Kriegsstudien (ISW) in Belarus weiter die Voraussetzungen für einen möglichen Angriff auf den Norden der Ukraine. Auch das ukrainische Militär teilt mit, dass Russland Bataillone dorthin verlegt habe. Die ISW-Experten meinen zwar, dass ein solcher Angriff weiter unwahrscheinlich sei. Er sei aber möglich - die Gefahr müsse ernst genommen werden.
Als ein Indiz dafür, dass Russland von dort aus angreifen könnte, wurde die Errichtung eines Feldlazaretts angesehen. "Feldhospitäler sind nicht notwendig für Übungen und können ein Hinweis auf die Vorbereitung von Kampfhandlungen sein", so das ISW. Das US-Institut hält es allerdings auch für möglich, dass es sich bei dem Aufmarsch der russischen Truppen in Belarus um ein Ablenkungsmanöver handelt, um die ukrainischen Streitkräfte von der Verteidigung im Donbass abzulenken.