Die Bürgerrechtlerinnen Irina Scherbakowa aus Russland und Olga Karatch aus Belarus sind mit dem Menschenrechtspreis der Stadt Weimar ausgezeichnet worden. Scherbakowa, Gründungsmitglied der in Russland verbotenen Menschenrechtsorganisation "Memorial", konnte nach Angaben der Stadt am Samstagabend nicht selbst dabei sei, weil sie in Oslo den Friedensnobelpreis für Memorial entgegennahm.
Die 73 Jahre alte Germanistin engagiert sich seit Jahren für Menschenrechte in ihrer Heimat Russland. Seit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine lebt sie in Deutschland. Auch Olga Karatch, die wegen ihres Engagements in Belarus mehrfach verhaftet worden war, konnte in ihrer Heimat nicht bleiben. Sie hat die Menschenrechtsorganisation "Nash Dom - Unser Haus" ins Leben gerufen.