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Vor Beginn des russischen Angriffs auf die Ukraine soll die
Bundesregierung nach Aussage des britischen Ex-Premierministers
Boris Johnson für eine rasche Aufgabe des angegriffenen Landes plädiert haben. Die Äußerungen von Johnson sorgen auch in Berlin für Aufsehen.
Regierungssprecher Steffen Hebestreit tritt der Behauptung mit den Worten entgegen: "Wir wissen, dass der sehr unterhaltsame frühere Premier immer ein
eigenes Verhältnis zur Wahrheit hat - das ist auch in diesem Fall nicht anders." Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) und die Bundesregierung insgesamt hätten sich für substanzielle Waffenlieferungen an die Ukraine entschieden, von daher "sprechen die
Fakten gegen diese Unterstellung".
"Die deutsche Ansicht war zu einem bestimmten Zeitpunkt, dass es besser wäre - wenn es (der russische Angriff) denn passieren würde, was eine Katastrophe wäre -,
wenn die ganze Sache schnell vorbei wäre und die Ukraine aufgeben würde", zitiert der US-Sender
CNN den früheren Regierungschef. "Das konnte ich nicht unterstützen, ich hielt das für eine
katastrophale Sichtweise", sagte Johnson demnach. "Aber ich kann verstehen, warum sie so dachten und fühlten, wie sie es taten." Deutschland habe dafür "alle möglichen stichhaltigen wirtschaftlichen Gründen" vorgebracht.