Der frühere Bundestagspräsident und Ex-Finanzminister Wolfgang Schäuble räumt frühere Fehler im Umgang mit Russland ein. Auf die Frage, ob er wütend auf sich sei, sagt der CDU-Politiker dem Handelsblatt: "Natürlich. Wir wollten es nicht sehen. Das gilt für jeden."
In seiner Zeit als Innenminister habe er mit seinem russischen Amtskollegen darüber gesprochen, wie man gemeinsam den islamistischen Terror bekämpfen könne. "Ich hätte mal gucken können, was Russland in Tschetschenien treibt. Oder auf den damaligen polnischen Staatspräsidenten Lech Kaczynski hören." Dieser habe nach Russlands Überfall auf Georgien gewarnt: "Er hat recht behalten", so Schäuble.