Letztes Update:
20221111085809

06:18
11.11.2022
Der ukrainische Präsident Selenskyj warnte vor Gefahren in den von den Besatzern aufgegebenen Gebieten. "Die erste und grundlegende Aufgabe ist die Minenräumung", sagte er. Die Besatzer ließen tausende Blindgänger und Munition zurück. "Ich habe oft Schätzungen gehört, dass die Räumung der Ukraine von russischen Minen Jahrzehnte dauern wird." Noch rund 170.000 Quadratkilometer des Landes seien demnach minenverseucht.

04:15
11.11.2022
Südkorea will laut einem Zeitungsbericht Munition an die USA für ihre militärische Ausrüstung der ukrainischen Streitkräfte verkaufen. Es gebe einen vertraulichen Waffendeal zwischen Seoul und Washington, wonach die USA 100.000 Runden von 150-Millimeter-Artillerie-Munition von ihrem Verbündeten abnehmen würden, berichtet das Wall Street Journal auf seiner Homepage unter Berufung auf US-Beamte. Das sei genug, um die Artillerieverbände der Ukraine mit Munition für mindestens einige Wochen zur Abwehr russischer Truppen zu versorgen.
Das Verteidigungsministerium in Seoul bestätigt, dass südkoreanische Unternehmen mit den USA über den Export von Munition verhandelten. Der Kauf solle "die Knappheit an 150-Millimeter-Munition auf Lager" in den USA ausgleichen. Es werde unter der Voraussetzung verhandelt, dass die USA "Endbenutzer" seien. Das Ministerium betont, an Südkoreas Position habe sich nichts verändert, keine tödlichen Waffen an die Ukraine zu liefern.

02:25
11.11.2022
Der Inspekteur des Heeres, Alfons Mais, sieht trotz des beschlossenen Sondervermögens in Höhe von 100 Milliarden Euro für die Bundeswehr noch keine große Verbesserung bei der Ausstattung der Truppe. "Momentan ist die materielle Einsatzbereitschaft des Heeres nicht größer als am 24. Februar", sagt Mais der Süddeutschen Zeitung mit Blick auf den Beginn des Ukraine-Kriegs. Bei Kriegsausbruch hatte Mais Alarm geschlagen und erklärt, das Heer stehe "mehr oder weniger blank da".
Mais erklärt, warum die Situation heute nach seinem Eindruck kaum besser ist. "Wir haben Material aus den Beständen des Heeres an die Ukraine abgegeben. Das ist als politische Entscheidung angesichts der Lage auch völlig nachvollziehbar." Es dauere allerdings, bis die Bundeswehr dieses Material ersetzt bekomme. "Unter dem Strich heißt das: Es ist weniger da als vor Kriegsbeginn." Für das Sondervermögen von 100 Milliarden Euro seien alle "sehr dankbar". Es dürfe aber nicht den Blick dafür verstellen, dass es Jahre dauern werde, bis es sich auf gesamter Breite in der Truppe auswirken werde.

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