Letztes Update:
20221107131430

12:54
07.11.2022
Eine Einheit russischer Marineinfanteristen soll binnen vier Tagen 300 Mann bei Kämpfen im Gebiet Donezk verloren haben. Das geht aus einem Beschwerdebrief von Angehörigen der 155. Marineinfanterie-Brigade der russischen Pazifikflotte hervor, über den das unabhängige Portal The Insider berichtet. Der Telegram-Kanal "Grey Zone", der Verbindungen zu der Söldnertruppe Wagner haben soll, veröffentlichte das an den Gouverneur des Gebiets Primorje, Oleg Koschemjako, gerichtete Schreiben. Die Soldaten seien tot, verwundet oder würden vermisst, hieß es.
Koschemjako räumte zwar schwere Kämpfe und Verluste in der 155. Brigade ein. Diese seien aber "bei weitem nicht so hoch" wie in dem Brief der Soldaten vom Sonntag angegeben, sagte er in einer auf seinem offiziellen Telegram-Kanal veröffentlichten Videobotschaft. Das hätten die Kommandeure an der Front ihm versichert. Die Militärstaatsanwaltschaft sei eingeschaltet worden, um in der Sache zu ermitteln.
Auch nach Angaben des russischen Verteidigungsministeriums erlitt die Einheit keine hohen Verluste. Dank des "kompetenten Handelns" der Kommandeure habe die Einheit nicht mehr als ein Prozent ihres Kampfpersonals verloren, und nicht mehr als sieben Prozent seien verwundet worden, erklärte das Ministerium. Die Angaben lassen sich nicht unabhängig überprüfen.

11:22
07.11.2022
Die prominente russische TV-Moderatorin und frühere Präsidentschaftskandidatin Xenia Sobtschak ist nach Informationen der staatlichen russischen Nachrichtenagentur Ria Nowosti nach Russland zurückgekehrt. Sobtschak sei am Sonntag über die baltische Republik Lettland eingereist, berichtete die Agentur unter Berufung auf Augenzeugen. Die 40-jährige hatte Russland Ende Oktober in Richtung Litauen verlassen. Staatliche Medien hatten berichtet, dass gegen Sobtschak ermittelt werde. 
Die Journalistin ist die Tochter von Anatoli Sobtschak, der in den 1990er Jahren als Bürgermeister von St. Petersburg politischer Mentor des heutigen Präsidenten Wladimir Putin war. Lange genoss Sobtschak daher in Russland mehr Freiheiten als andere liberale und prowestliche Prominente. Allerdings hatte die Justiz Ende Oktober zwei Vertraute Sobtschaks wegen angeblicher Erpressung festgenommen. Staatliche Medien hatten berichtet, dass die Justiz auch gegen sie vorgehe. 

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