Letztes Update:
20221029031538

03:14
29.10.2022
Desolate Truppenmoral und Waffenmangel stellen Russland im kommenden Winter in der Ukraine nach Einschätzung eines Militärexperten vor große Probleme. "Auch ohne Einwirkung der Ukrainer wird der Winter eine große Herausforderung für die Russen", sagt Niklas Masuhr, Forscher am angesehenen Center for Security Studies der Universität ETH in Zürich, der dpa.
"Für die Russen geht es noch darum, sich über den Winter einzugraben. Die Truppen sind in so schlechtem Zustand, dass nicht klar ist, ob sie das schaffen."

00:50
29.10.2022
Die Europäische Union hat nach Angaben von Justizkommissar Didier Reynders im Zuge der Sanktionspakete gegen Russland mehr als 17 Milliarden Euro russisches Vermögen eingefroren. "Bislang wurde das Vermögen von 90 Personen eingefroren, über 17 Milliarden Euro in 7 Mitgliedstaaten, davon 2,2 Milliarden Euro in Deutschland", sagt der Belgier den Zeitungen der Funke Mediengruppe.
Die EU hat seit Beginn des Angriffskriegs gegen die Ukraine vor acht Monaten inzwischen acht Sanktionspakete beschlossen. "Wir untersuchen, was noch mehr getan werden kann", so Reynders. Vor allem ukrainische Politiker fordern immer wieder, dass die eingefrorenen Vermögen für den Wiederaufbau des Landes nach dem Krieg genutzt werden.

22:41
28.10.2022
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erwartet weitere Teilmobilmachungen von Reservisten in Russland für den Krieg gegen sein Land. "Wir bereiten uns darauf vor", sagt Selenskyj in einer Videobotschaft. Er reagiert damit auf das in Moskau von Verteidigungsminister Sergej Schoigu verkündete Ende der Einberufung von 300.000 Reservisten für den Krieg gegen die Ukraine. 
Die Teilmobilmachung ist in der russischen Gesellschaft umstritten – auch weil damit der Krieg erstmals in den meisten Familien greifbar wird. Viele Einberufene sind inzwischen in Särgen wieder nach Russland überführt worden.

21:40
28.10.2022
Der polnische Journalist und diesjährige Asturien-Preisträger Adam Michnik hat bei der Verleihung der Auszeichnungen auf die Dimension des russischen Angriffskrieges in der Ukraine hingewiesen. "Putins Krieg richtet sich gegen die gesamte demokratische Welt", warnte der frühere Bürgerrechtler und Chefredakteur der linksliberalen polnischen Zeitung "Gazeta Wyborcza" im nordspanischen Oviedo. 
König Felipe VI. verwies auf die Bedeutung der Kultur angesichts der "Schrecken des Krieges". In der Ukraine würden Bibliotheken, Schulen und Museen zerstört, aber niemals werde der Krieg die Kultur selbst zerstören können. 
Der 76-jährige Michnik wurde bei der feierlichen Zeremonie mit dem Preis in der Sparte Kommunikation und Geisteswissenschaften ausgezeichnet. Die alljährlich in insgesamt acht Sparten vergebenen Preise, die mit jeweils 50.000 Euro dotiert sind, gelten als "spanische Nobelpreise".

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