Nachdem Russlands Verteidigungsminister Sergej Schoigu in Telefonaten mit Amtskollegen in mehreren Ländern die Behauptung aufgestellt hat, die Ukraine plane die Zündung einer radioaktiven Bombe, gibt es Reaktionen aus dem Westen. Aus Großbritannien hieß es nach dem Telefonat, Verteidigungsminister Ben Wallace habe die Behauptungen zurückgewiesen und gemahnt, solche Vorwürfe sollten nicht als Vorwand für eine weitere Eskalation genutzt werden. Der Verteidigungsminister habe außerdem den Wunsch nach einer Deeskalation betont.
Auch aus der Ukraine gibt es Reaktionen. "Die russischen Lügen über angebliche Pläne der Ukraine, eine 'schmutzige Bombe' zu nutzen, sind so absurd wie sie gefährlich sind", schreibt Außenminister Dmytro Kuleba auf Twitter. Die Ukraine stehe treu zum Atomwaffensperrvertrag. "Die Russen beschuldigen andere oft dessen, was sie selber planen", warnt Kuleba.