Letztes Update:
20221010162037

15:26
10.10.2022
Ein russischer Abgeordneter weist Vorwürfe zurück, dass Russland absichtlich zivile Ziele wie Spielplätze in der Ukraine beschossen hat. "Wenn Sie einige Raketen und Angriffe auf Kinderspielplätze sehen, so waren diese das Ergebnis der Arbeit des Raketenabwehrsystems, des ukrainischen Systems", sagt Jewgeni Popow von der kremltreuen Partei Geeintes Russland dem Sender BBC Radio 4. "Unsere Raketen zielten alle auf Energieinfrastruktur, Kommunikationszentren und militärische Hauptquartiere." Dass bei den Angriffen mit Dutzenden Raketen mehrere Menschen in Kiew getötet wurden, sei eine "Tragödie", sagt Popow. "Wir werden keine Zivilisten in der Ukraine angreifen, wir werden keine Leute angreifen", behauptet er. Seit Beginn des russischen Angriffskriegs sind in der Ukraine nachweislich Tausende Zivilisten getötet worden.
Ukrainischen Angaben zufolge wurde heute in Kiew auch ein Kinderspielplatz getroffen. Eine dpa-Reporterin sah vor Ort große Schäden am Gelände eines Spielplatzes, Klettergerüste und andere Spielgeräte waren aber unversehrt. 

15:16
10.10.2022
Bei den russischen Raketen- und Drohnenangriffen auf Kiew ist auch das Hauptquartier der Beratermission der Europäischen Union in der Ukraine beschädigt worden. In Folge einer Explosion in der Nähe seien unter anderem Fenster kaputt gegangen, sagt ein Sprecher des Auswärtigen Dienstes der EU. Über Verletzte unter Angehörigen der Mission sei nichts bekannt.
Dass die EU-Mission ein direktes Ziel der russischen Angriffe war, ist den Angaben zufolge unwahrscheinlich. Ziel sei offensichtlich eine Brücke in der Nähe gewesen, heißt es. Wie viele Menschen derzeit normalerweise in dem Missionshauptquartier arbeiten, will der Sprecher aus Sicherheitsgründen nicht sagen.

15:02
10.10.2022
Der russische Präsident Wladimir Putin fordert mit Nachdruck die Beseitigung der Probleme bei der Teilmobilmachung von Soldaten. Viele Schwierigkeiten hätten sich erst jetzt gezeigt, sagt er in St. Petersburg bei einer Videokonferenz mit Leitern mehrerer russischer Regionen. Diese Probleme hätten sich aber wohl bereits über längere Zeit angesammelt, meint er, ohne Details zu nennen. 
Damit spricht Putin innerhalb kurzer Zeit erneut offen die Probleme bei der Einberufung von Reservisten an. Bereits bei einer Sitzung des russischen Sicherheitsrats hatte er Ende September die "Korrektur aller Fehler" gefordert. Reservisten beklagen zum Beispiel, dass sie etwa trotz schwerer chronischer Erkrankungen oder hohen Alters und anderer Ausschlusskriterien zum Kriegsdienst eingezogen werden.

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