Letztes Update:
20221008193526

18:55
08.10.2022
Der russische Präsident Wladimir Putin hat per Dekret den Geheimdienst FSB angewiesen, die Kontrolle über die durch eine Explosion beschädigte Krim-Brücke zu verschärfen. "Dem FSB werden die Vollmachten übertragen zur Organisation und Koordination von Schutzmaßnahmen für den Transportweg über die Meerenge von Kertsch, für die Strombrücke der Russischen Föderation auf die Halbinsel Krim und die Gaspipeline vom Gebiet Krasnodar zur Krim", heißt es in dem Dekret. Es ist die erste Maßnahme des Kremls infolge der Explosion am Morgen, die mutmaßlich durch einen Anschlag herbeigeführt wurde.
Bislang war die Verantwortung für die Sicherheit der Brücke laut dem Duma-Abgeordneten Alexander Chinstein aufgeteilt. Für die Überwachung des Luftraums war das Verteidigungsministerium verantwortlich, für die Seeüberwachung die Nationalgarde "Rosgwardija". Die Auto- und Eisenbahnstrecke selbst wurde jedoch vom Verkehrsministerium kontrolliert.

18:16
08.10.2022
Zu dem von Kanzler Olaf Scholz angestrebten europäischen Luftverteidigungssystem soll kommende Woche am Rande des Treffens der Nato-Verteidigungsminister in Brüssel eine Absichtserklärung unterzeichnet werden. Dies kündigte Verteidigungsministerin Christine Lambrecht bei ihrem Besuch in Litauen an. Scholz hatte Ende August seine Absicht erklärt, ein neues Abwehrsystem mit europäischen Nachbarn aufbauen zu wollen. Das Vorhaben gilt als Antwort auf Russlands Angriffskrieg gegen die Ukraine. Litauen begrüßt die Initiative. "Wir werden uns beteiligen - zweifellos", sagte der litauische Verteidigungsminister Arvydas Anusauskas. Der Ukraine-Krieg zeige, dass die Sicherung des Luftraums "eines der wichtigsten Elemente der Sicherheit" sei.
"Weitere Staaten haben zugesagt, dass sie Interesse daran haben", sagte Lambrecht ohne konkreter zu werden. "Ich hoffe darauf, das noch mehr dazu kommen. Denn es wäre ein ganz wichtiges Zeichen, dass wir hier abgestimmt miteinander interoperabel diese Luftverteidigung gewährleisten, wo wir momentan Lücken haben."

17:49
08.10.2022
Bundesverteidigungsministerin Christine Lambrecht hat bei ihrem Besuch in Litauen die westlichen Bündnispartner dazu aufgerufen, sich mehr für den Schutz vor Russland einzusetzen. "Fest steht, dass wir in der Nato noch mehr für unsere gemeinsame Sicherheit tun müssen. Denn wir wissen nicht, wie weit Putin seinen Großmachtswahn treiben wird", sagte die SPD-Politikerin auf dem Militärstützpunkt Rukla. Dort stellte sie im Beisein ihres litauischen Amtskollegen Arvydas Anusauskas die deutschen Brigade zum verstärkten Schutz an der Nato-Ostflanke in Dienst.
"Der brutale russische Angriffskrieg gegen der Ukraine nimmt immer neue Dimensionen der Brutalität und Skrupellosigkeit an", so Lambrecht. Mit "rechts- und demokratiewidrigen Scheinreferenden" versuche der Kremlchef Tatsachen zu schaffen. 

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