Die mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnete russische Menschenrechtsorganisation
Memorial verliert nach ihrer Auflösung nun auch
ihren Stammsitz in Moskau. Ein
Gericht in der russischen Hauptstadt
schlug das Gebäude in einem als politisch motiviert kritisierten Verfahren dem russischen Staat zu. Memorial kündigte an, seinen Kampf um die Menschenrechte trotzdem fortzusetzen und den Nobelpreis zu feiern. Die
Arbeit solle trotz des Drucks der Behörden
"unter allen Umständen" weitergehen – nach dem Vorbild von Gründungsvater Andrej Sacharow, teilte Memorial weiter mit. Der Physiker Sacharow, auch bekannt als Erfinder der sowjetischen Wasserstoffbombe, hatte den Friedensnobelpreis 1975 erhalten.