Letztes Update:
20221007020120

17:16
06.10.2022
UPDATE | Die neuen EU-Sanktionen gegen Russland sind in Kraft. Der entsprechende Rechtstext wurde im Amtsblatt der Europäischen Union veröffentlicht. Unter anderem belegt die EU mit dem Paket den russischen Rechtsnationalisten Alexander Dugin mit Sanktionen. Zur Begründung heißt es: "Dugin hat die Annexion der Krim und den Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine ideologisch und theologisch gerechtfertigt und betrachtet sie als 'Befreiung' der Ukraine vom Einfluss des Westens." Gegen Dugin sowie 29 weitere Personen verhängt die EU Vermögenssperren und Einreiseverbote. Das neue Paket ist unter anderem eine Reaktion auf die Scheinreferenden in den mittlerweile durch Russland annektierten Gebieten auf ukrainischem Gebiet.

16:48
06.10.2022
Inmitten von Energiekrise, Ukraine-Krieg und Inflation schätzt die Mehrheit der Menschen in Deutschland die ökonomische Lage der Bundesrepublik negativ ein. Vier von fünf (80 Prozent) bewerten die aktuelle wirtschaftliche Situation als weniger gut beziehungsweise schlecht, ergab eine repräsentative Umfrage des Marktforschers Infratest Dimap unter 1307 Wahlberechtigten für den "ARD-Deutschlandtrend". Das sind doppelt so viele wie vor der Bundestagswahl im September 2021. Damit sei die Bewertung der wirtschaftlichen Lage derzeit so schlecht wie seit 2009 nicht mehr. Nur 20 Prozent bezeichnen die Lage als sehr gut beziehungsweise gut.
Auch der Blick in die Zukunft ist demnach sorgenvoll. Eine knappe Mehrheit (53 Prozent) glaubt, die wirtschaftliche Lage in Deutschland werde in einem Jahr schlechter als heute sein. Nur 12 Prozent glauben, dass sie dann besser sein wird. Insgesamt geben die Verhältnisse in Deutschland für 85 Prozent Anlass zur Beunruhigung (plus 34 Prozent zum April 2020), nur für 11 Prozent geben sie Anlass zur Zuversicht (minus 33 Prozent). Auch das ist ein Rekord: Seit Beginn der Messung 1997 war die Zuversicht noch nie so gering.

16:07
06.10.2022
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hat beim ersten Treffen der sogenannten Europäischen Politischen Gemeinschaft für Solidarität mit seinem Land geworben. "Es sind keine Vertreter Russlands hier - eines Staates, der geografisch zu Europa zu gehören scheint, aber mit Blick auf seine Werte und sein Verhalten der am stärksten anti-europäische Staat der Welt ist", sagte der 44-Jährige. Er war per Videoschalte zu dem Prager Gipfel von mehr als 40 Staats- und Regierungschefs aus ganz Europa zugeschaltet.
Russland führt seit Ende Februar einen Angriffskrieg gegen die Ukraine. "Wir haben es mit einem Staat zu tun, der keinen Frieden will", sagte Selenskyj. Er forderte eine Verschärfung der Sanktionen gegen Moskau. Zudem müsse Russland aus internationalen Organisationen wie den Vereinten Nationen ausgeschlossen und ein Kriegsverbrechertribunal eingerichtet werden. Vom Westen forderte Selenskyj Sicherheitsgarantien für die Ukraine für die Zeit vor einem künftigen Nato-Beitritt.

Wenn Sie diese Inhalte sehen möchten, müssen zu deren Darstellung Ihre IP-Adresse, Datum, Uhrzeit sowie Daten zu Ihrem Browser und Endgerät an den Diensteanbieter übermittelt werden. Auf die weitere Datenverarbeitung dort haben wir keinen Einfluss. Ihre Entscheidung solche Inhalte anzuzeigen, wird nur bis zur Beendigung der App oder Ihres Browsers gespeichert.
www.pz-news.de/datenschutz
Inhalte anzeigen