Letztes Update:
20221001140857

11:59
01.10.2022
Update | Der Chef des von russischen Truppen besetzten ukrainischen Atomkraftwerks Saporischschja, Ihor Muraschow, ist festgenommen worden. Russische Behörden haben die Internationale Atomenergiebehörde (IAEA) darüber informiert, dass der Generaldirektor des größten europäischen Kernkraftwerks "vorübergehend festgenommen wurde, um Fragen zu beantworten", wie ein IAEA-Sprecher in Wien sagt. 
Nach ukrainischen Angaben wurde Muraschow von Moskauer Truppen entführt. Der Präsident der ukrainischen Betreibergesellschaft Enerhoatom, Petro Kotin, teilte mit, dass der Kraftwerks-Chef am Vortag von einer russischen Patrouille am AKW-Standort Enerhodar auf der Straße gestoppt, aus dem Auto gezerrt und mit verbundenen Augen an einen unbekannten Ort gebracht worden sei. Russland hält das AKW seit Anfang März besetzt.

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11:54
01.10.2022
Dänemark und Großbritannien haben der Ukraine nach der völkerrechtswidrigen Annexion ukrainischer Gebiete durch Russland ihre weitere Unterstützung zugesagt. "Großbritannien und Dänemark unterstützen die Ukraine sehr stark und wir werden das auch weiterhin tun und zusammenarbeiten", sagte die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen in London nach einem Treffen mit ihrer britischen Amtskollegin Liz Truss.
Zu den Gaslecks an den Nord-Stream-Pipelines, über die sich die beiden Politikerinnen austauschten, sagte Frederiksen: "Es ist mir sehr wichtig zu betonen, dass die dänischen Behörden der Meinung sind, dass es kein Unfall war. Das ist Sabotage von kritischer Infrastruktur. Also ist es eine sehr ernste Situation." Auch aus der Downing Street hieß es, es handele sich "eindeutig um einen Akt der Sabotage". Großbritannien habe seine Hilfe bei den Ermittlungen angeboten. Außerdem hätten beide Regierungschefinnen vereinbart, beim Streben nach Energieunabhängigkeit enger zusammenzuarbeiten - etwa beim Ausbau von Windenergie.

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