Das mit dem Frachtschiff "Razoni" gelieferte Getreide aus der Ukraine sollte offenbar vom Libanon aus weiter nach Syrien transportiert werden. Das Schiff hatte mit Stand heute Nachmittag allerdings gar kein Zielland mehr und wartete auf eine neue Order. Händler hätten vermutlich einen Teil der erwarteten Mais-Ladung im Libanon verkaufen und den Rest über Land ins benachbarte Syrien liefern wollen. Das sagten zwei libanesische Regierungsvertreter der dpa heute. Es stoppte unterdessen seine Fahrt und lag heute etwa eine gute Tagesfahrt vom Libanon entfernt vor Anker.
Es habe "viel Rummel" um die "Razoni" gegeben, sagt Hani Buschali, Präsident des Konsortiums für Lebensmittelimporte im Libanon. "Die Welt stellt sich ein Hilfsschiff vor, das die Libanesen aus ihrer finanziellen Misere rettet. Offen gesagt ist das nicht der Fall", sagt Boshali. "Der Libanon braucht Weizen, keinen Mais." Bis jetzt habe niemand das Gut auf der "Razoni" öffentlich beansprucht.