Letztes Update:
20220724095127

09:49
24.07.2022
Einen Tag nach den international verurteilten Raketeneinschlägen in der Hafenstadt Odessa räumt  Russland die Angriffe ein. Die "Kaliber"-Raketen hätten mit einem hochpräzisen Schlag ein Objekt militärischer Infrastruktur im Hafen von Odessa getroffen, teilte die Sprecherin des russischen Außenministeriums, Maria Sacharowa, im Nachrichtenkanal Telegram mit. Sie sprach von einem Kriegsschiff, das getroffen worden sei.
Der Angriff am Samstagmorgen hatte international Entsetzen ausgelöst, weil Russland erst am Vortag in Istanbul eine Vereinbarung über die Ausfuhr von ukrainischem Getreide auch aus diesem Hafen in Odessa unterzeichnet hatte. Die Vereinbarung hat weiter ihre Gültigkeit.
Zuvor hatte die Türkei nach Gesprächen mit der russischen Seite erklärt, dass Russland die Schuld für die Raketenangriffe in Odessa zurückgewiesen habe und untersuchen lassen wolle. Sacharowas Kommentar zu dem Vorfall war nun die erste offizielle Äußerung von russischer Seite zu dem Vorfall.

09:26
24.07.2022
Genau fünf Monate nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine zeigt sich Präsident Wolodymyr Selenskyj in Kiew siegessicher. "Dieser Krieg hat die Ukraine nicht gebrochen und wird sie nicht brechen", teilt der Staatschef im Nachrichtenkanal Telegram mit. Der russische Präsident Wladimir Putin hatte den Einmarsch in die Ukraine am 24. Februar befohlen – unter anderem unter dem Vorwand, dass sich die Atommacht von dem in die Nato strebenden Nachbarland bedroht sieht. Selenskyj betonte: "Wir werden nicht aufgeben. Wir werden schützen, was uns gehört. Wir werden gewinnen!"
Das Leben in der Ukraine gehe trotz des Krieges weiter, sagte Selenskyj und veröffentlichte dazu Fotos des Kampfes der Menschen gegen die russische Invasion. "Er (der Krieg) wird uns ganz bestimmt nicht zu Geiseln machen dieses Horrors, den die Invasoren in unser Land gebracht haben."

08:55
24.07.2022
Den Deutschen kommen mit zunehmender Zahl und Dauer der Krisen Zuversicht und Gelassenheit abhanden. Auf der anderen Seite wachsen die Zukunftsängste, wie eine Studie des Opaschowski Instituts für Zukunftsforschung belegt. Das hatte im März 2019 - also noch vor der Corona-Pandemie - und in diesem Jahr wieder im März - kurz nach Start des russischen Angriffskriegs in der Ukraine - jeweils 1000 Menschen zu ihren Zukunftserwartungen befragt. Das Ergebnis: Das Vertrauen in die Stabilität und Sicherheit von Wirtschaft und Gesellschaft geht in der Bevölkerung zusehends verloren.

So stieg der Anteil derer, die eine wachsende Kluft zwischen Arm und Reich befürchten, von 60 Prozent 2019 auf 87 Prozent in diesem Jahr. Immer weniger bezahlbarer Wohnraum zu finden, befürchtete vor drei Jahren nicht einmal die Hälfte (46 Prozent), nun sind es 83 Prozent. Und dass Kontaktarmut für Ältere künftig ebenso belastend werden kann wir Geldarmut, nehmen nun acht von zehn Befragten an. 2019 waren es nur sechs von zehn. Eine aggressivere Stimmungslage in der Gesellschaft, die zu mehr Beleidigungen, Hass und Gewaltbereitschaft führt, erwarten inzwischen mehr als Drei Viertel (79 Prozent). Vor drei Jahren war es nur gut die Hälfte (51 Prozent). Mit kaum mehr bezahlbarem Wohnraum sieht sich das Gros der Jüngeren konfrontiert - 90 Prozent der Befragten zwischen 20 und 24 Jahren stimmten zu.

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