Letztes Update:
20220627081827

08:06
27.06.2022
Familien mit niedrigem Einkommen leiden weiterhin am meisten unter der Inflation. Während sich die Warenkörbe für die deutschen Haushalte insgesamt in den vergangenen zwölf Monaten im Schnitt um 7,9 Prozent verteuerten, mussten Familien mit niedrigem Einkommen für ihre typischen Einkäufe sogar 8,9 Prozent mehr zahlen. Zu diesem Ergebnis kommt das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der gewerkschaftsnahen Hans-Böckler-Stiftung in seinem nun veröffentlichten Inflationsmonitor für den Monat Mai. 
Gas, Strom, Heizöl und Nahrungsmittel sind laut IMK momentan die stärksten Preistreiber. Diese Waren des Grundbedarfs würden bei den Ausgaben ärmerer Haushalte sehr stark ins Gewicht fallen. Dagegen machten sie bei Haushalten mit hohem Einkommen einen deutlich kleineren Anteil des Warenkorbs aus. So hätten Singles mit hohem Einkommen mit lediglich 6,5 Prozent derzeit die geringste Inflationsbelastung

07:58
27.06.2022
Die Rekord-Inflation birgt nach Ansicht von Bankenpräsident Christian Sewing erheblichen sozialen Sprengstoff. "Hohe Inflationsraten und negative Realzinsen sind ein Spaltpilz für die Gesellschaft. Wenn ein hoher Prozentsatz der berufstätigen Familien sagen, sie können aufgrund der gestiegenen Preise am Ende des Monats nichts mehr sparen, dann führt das auf Dauer zu gesellschaftlicher Unruhe", sagt der Deutsche-Bank-Chef in seiner Rolle als Präsident des Bundesverbandes deutscher Banken (BdB) im Gespräch mit der Nachrichtenagentur dpa
"Deshalb ist es so wichtig, dass die Inflation so schnell wie möglich wieder in einen Bereich kommt, der die Bürger nicht verunsichert. Und dass Sparer mit positiven Realzinsen dafür belohnt werden, dass sie fürs Alter vorsorgen. Dieses Thema macht mir zurzeit am meisten Sorge."

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