Die Bundesregierung will die Anerkennung beruflicher Kompetenzen von Flüchtlingen in Deutschland beschleunigen. Das machen Bundesinnenministerin Nancy Faeser und Arbeitsminister Hubertus Heil (beide SPD) nach einem Gespräch mit ukrainischen Geflüchteten in der Berliner Charité deutlich. "Man darf mit den Qualifikationen, die man mitbringt, in Deutschland in seinem Beruf arbeiten", betont Heil. Allerdings gäbe es in den reglementierten Berufen - beispielsweise bei Ärztinnen und Ärzten - ziemlich schwierige Verfahren in der Anerkennung. "Da müssen wir in Deutschland besser und schneller werden", so der SPD-Politiker.
Nur zwei Prozent der Betriebe in Deutschland haben einer Erhebung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) zufolge bis Ende Mai Geflüchtete aus der Ukraine eingestellt. Die meisten Flüchtlinge seien in der Gastronomie, auf dem Bau und im Handel untergekommen. Das Institut hatte Betriebe im Zeitraum zwischen 2. und 20. Mai befragt. Knapp zwei Drittel der befragten Betriebe hätten angegeben, dass die Qualifizierung der Bewerber für ihre Bedürfnisse ausreichend gewesen sei