Der frühere Bundesumweltminister Jürgen Trittin hat sich gegen die geplante Gasförderung vor der Nordseeinsel Borkum ausgesprochen. "Ich halte das Projekt weder für zielführend noch für relevant", sagt der Grünen-Bundestagsabgeordnete der Deutschen Presse-Agentur in Hannover. "Die 60 Milliarden Kubikmeter, die dort liegen, decken in Deutschland nicht mal einen Jahresbedarf. Für den Ersatz von russischem Gas spielt das keine große Rolle."
Das niederländische Unternehmen One Dyas beabsichtigt schon seit längerem, vor Borkum Erdgas zu fördern. Niedersachsens Landesregierung hatte das noch im vergangenen Herbst mit Verweis auf betroffene Schutzgebiete und Gefahren für den Naturraum Wattenmeer strikt abgelehnt.