Letztes Update:
20220617095526

09:53
17.06.2022
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj nimmt nach Angaben der Bundesregierung nur virtuell am G7-Gipfel Ende Juni in Schloss Elmau in Bayern teil. Kanzler Olaf Scholz (SPD) habe Selenskyj eingeladen, am 27. Juni virtuell am Gipfel teilzunehmen, so eine Sprecherin. Selenskyj hatte am Mittwoch die Einladungen zu den Gipfeln von G7 und Nato Ende Juni angenommen. Der G7-Gipfel der führenden westlichen Industriestaaten findet vom 26. bis 28. Juni statt.

09:39
17.06.2022
Im Schwarzen Meer hat das ukrainische Militär nach eigenen Angaben einen russischen Schlepper mit Raketen angegriffen und schwer beschädigt. Selbst das an Bord vorhandene Luftabwehrsystem habe den Angriff der ukrainischen Seestreitkräfte nicht abwehren können, teilt die ukrainische Marine mit. Das 2017 in Dienst genommene Schiff habe Munition, Waffen und Soldaten zur seit Ende Februar von Russland besetzten Schlangeninsel bringen sollen. 
Der Militärgouverneur von Odessa, Maxym Martschenko, hatte anfänglich vom Einsatz westlicher "Harpoon"-Raketen geschrieben. Er änderte seinen Eintrag beim Nachrichtendienst Telegram später wieder. Eine Bestätigung der russischen Flotte lag zunächst nicht vor. Schiffsabwehrraketen des Typs "Harpoon" (Harpune) hatte die Ukraine von Dänemark erhalten.

08:55
17.06.2022
Der russische Energiekonzern Gazprom drosselt Italien die Lieferung von Erdgas. Nach Angaben des teilstaatlichen Gasversorgers Eni sagt Gazprom am Freitag 50 Prozent der bestellten Liefermenge zu. Eigentlich habe Italien an diesem Tag 63 Millionen Kubikmeter Gas aus Russland bestellt. Schon in den vorigen Tagen waren die Gaslieferungen gedrosselt worden: am Mittwoch um 15 Prozent und am Donnerstag um 35 Prozent der bestellten Mengen.

08:19
17.06.2022
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) fordert nach den gedrosselten Gaslieferungen aus Russland die Bundesregierung zum sofortigen Handeln auf, um eine Gasknappheit in Deutschland zu verhindern. "Wir brauchen sofort einen Gasgipfel", schreibt Söder auf Twitter. Deutschland drohe ein Energienotstand. 
"Staatlich verordnetes Frieren" sei eine Bankrotterklärung und keine Antwort auf die russischen Gasdrosselungen. Zuvor hatten sich unter anderem die Wohnungswirtschaft, ein Kommunalverband und die Bundesnetzagentur für niedrigere Vorgaben zu Mindesttemperaturen in Wohnungen ausgesprochen. 

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