Letztes Update:
20220613155350

15:52
13.06.2022
Nachdem sie sich kritisch über Russlands Krieg gegen die Ukraine geäußert hat, hat Kremlchef Wladimir Putin eine prominente Juristin aus dem Staatsdienst entlassen. Per Dekret entzog Putin am Montag Natalja Poklonskaja ihren Posten als stellvertretende Leiterin von Rossotrudnitschestwo - eine ans russische Außenministerium angegliederte Organisation, die sich unter anderem für Russlands Interessen in anderen Ex-Sowjetstaaten einsetzt.
Die heute 42 Jahre alte Poklonskaja war nach Russlands Annexion der Schwarzmeer-Halbinsel Krim von 2014 schlagartig berühmt geworden - als Generalstaatsanwältin, die dem Kreml treue Dienste erwies. In der Ukraine wurde sie als Verräterin beschimpft. Später war sie zwischenzeitlich Abgeordnete des russischen Parlaments und Botschafterin im afrikanischen Kap Verde. Nach Russlands Einmarsch in die Ukraine Ende Februar aber sprach Poklonskaja von einer "Katastrophe". 

15:27
13.06.2022
Litauens Präsident Gitanas Nauseda hat angesichts von Russlands Krieg in der Ukraine eine endgültige Loslösung Europas von russischen Energieressourcen gefordert. "Die Energieunabhängigkeit von Russland muss ein strategisches Ziel der Europäischen Union werden", sagte Nauseda nach einem Treffen mit EU-Energiekommissarin Kadri Simson in Vilnius. "Wir sollten einem Aggressor keinen Raum lassen, um Energie als Instrument der politischen Manipulation einzusetzen", wurde der Staatschef des baltischen EU- und Nato-Landes in einer Mitteilung der Präsidialkanzlei zitiert.
Litauen selbst hatte seine Energieimporte aus Russland nach eigenen Angaben vor gut drei Wochen vollständig gestoppt. Noch ist es aber - wie auch Estland und Lettland - weiter Teil eines gemeinsamen, synchrongeschalteten Stromnetzes mit Russland und Belarus - des aus Sowjetzeiten stammenden sogenannten BRELL-Ringsystems. Damit hängen die Baltenstaaten quasi mit am Netz der beiden Nachbarländer im Osten - dies gilt in Tallinn, Riga und Vilnius als Sicherheitsrisiko.

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