Moskaus Bildungsminister Sergej Krawzow hat am russischen Nationalfeiertag Medien zufolge die ukrainische Region Saporischschja besucht und Gebietsansprüche dort untermauert. Russland sei für immer gekommen, sagt der Minister der Agentur Interfax zufolge in der Stadt Melitopol. "Ich wäre nicht gekommen, wenn es irgendwelche Zweifel gäbe", sagt der 48-Jährige. In einem vom russischen Staatsfernsehsender RT veröffentlichten Video sagt er, dass das Bildungssystem von antirussischen Inhalten befreit, aber auch die ukrainische Sprache weiter unterrichtet werde.
"Das Regime in Kiew hat antirussische Stimmungen geschürt, faktisch eine Propaganda von Nazismus und Faschismus", behauptet Krawzow. Vergleichbare, zumeist unbelegte Behauptungen hat Russland auch als Begründung für die Invasion angeführt. Von unabhängiger Seite ist nicht überprüfbar, ob Krawzow wirklich in dem Kriegsgebiet gewesen ist. Das Gebiet Saporischschja ist weiter zu einem Teil unter ukrainischer Kontrolle. Das benachbarte südukrainische Gebiet Cherson steht komplett unter russischer Besatzung.