Die russische Operndiva Anna Netrebko bekennt sich trotz des Kriegs gegen die Ukraine zu ihrem Heimatland. "Ich liebe mein Land, meine Kultur, die Menschen. Ich finde es nicht richtig, was dort jetzt gerade passiert, aber ich bleibe eine Russin", sagte die 50-jährige Sängerin in einem Interview der Wochenzeitung "Die Zeit". Zugleich bestritt sie erneut eine ihr nachgesagte Nähe zum russischen Präsidenten Wladimir Putin und verurteilte den russischen Angriffskrieg.
"Ich bin natürlich gegen diese schreckliche Gewalt", sagte sie. "Ich kenne viele Schicksale, Menschen, die bombardiert wurden, Menschen, die flüchten mussten, alles. Darüber sprechen wir viel miteinander, denn es bewegt mich zutiefst. Aber ich kann nichts an dieser Situation ändern." Die unter anderem in Wien lebende Netrebko war wegen ihrer zunächst zögerlichen Haltung zum Krieg und einer angeblichen Nähe zu Putin in die Kritik geraten.