Letztes Update:
20220527171021

16:45
27.05.2022
Die prorussischen Separatisten im Osten der Ukraine haben mit der Tötung dreier gefangen genommener Ausländer gedroht, die aufseiten der Ukraine gekämpft haben sollen. Demnach sind "Ermittlungen" gegen zwei Briten und einen Marokkaner abgeschlossen worden. "Gegen die Angeklagten kann unter Berücksichtigung des Kriegsrechts die Höchststrafe - die Todesstrafe - verhängt werden", sagt ein Sprecher der Staatsanwaltschaft der Separatisten der Nachrichtenagentur Interfax zufolge. 
Auch die russische Führung hatte ausländischen Kämpfern mit harten Strafen gedroht, wenn sie gefangen genommen würden. Sie würden nicht als Soldaten gelten, sagte der Sprecher des Verteidigungsministeriums, Igor Konaschenkow. In Russland gibt es keine Todesstrafe. Sie gilt aber in den prorussischen Separatistengebieten. 

16:25
27.05.2022
Die besonders schwer umkämpfte ostukrainische Stadt Sjewjerodonezk ist nach Angaben der dortigen Militärverwaltung fast vollständig von russischen Truppen umzingelt. Zu zwei Dritteln sei die Großstadt im Gebiet Luhansk schon belagert, aber noch nicht komplett eingekesselt, sagt der Chef der lokalen Militärverwaltung, Olexandr Strjuk. Die Verteidiger leisteten weiter heftigen Widerstand.
Dagegen behaupten die prorussischen Separatisten der staatlichen Moskauer Nachrichtenagentur Ria Nowosti zufolge, der Ring sei komplett geschlossent. Nach Angaben von Strjuk sind rund 90 Prozent der Gebäude beschädigt, 60 Prozent müssten völlig neu gebaut werden. Er hatte zuvor mitgeteilt, dass seit Kriegsbeginn in Sjewjerodonezk rund 1500 Menschen getötet worden seien. Darunter seien sowohl Soldaten als auch Zivilisten.

16:20
27.05.2022
Die britische Außenministerin Liz Truss sieht kein baldiges Ende der russischen Aggression gegen die Ukraine. "Wir müssen bereit sein, die Ukraine auf lange Sicht zu unterstützen", sagt die konservative Politikerin nach einem Treffen mit ihrem tschechischen Kollegen Jan Lipavsky in Prag. Jetzt sei nicht die Zeit für Selbstzufriedenheit. Man müsse sicherstellen, dass die Ukraine den Krieg gewinnt und Russland sich zurückzieht. Gespräche über einen Waffenstillstand oder Zugeständnisse an den russischen Präsidenten Wladimir Putin lehnt Truss ab.

16:07
27.05.2022
Trainer Jürgen Klopp will mit dem Champions-League-Finale seines FC Liverpool gegen Real Madrid am Samstag in Paris auch ein Zeichen in Kriegszeiten setzen. "Ich bin froh, dass das Spiel hier ist, aus Tausend Gründen", sagt Klopp mit Blick darauf, dass das Finale vom ursprünglichen Ort St. Petersburg nach Frankreich verlegt wurde. 
"Der Krieg geht weiter und wir denken immer daran. Dass das Spiel trotzdem stattfindet, aber nicht in St. Petersburg, ist genau das richtige Zeichen, dass man an Russland abgeben musste", sagt er: "Das Leben geht weiter, selbst, wenn man es zerstören will. Wir spielen dieses Finale für alle Menschen. Nicht nur, aber auch für die in der Ukraine."

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