Letztes Update:
20220527145349

14:16
27.05.2022
Bei den Waffenlieferungen an die Ukraine mahnen auch Koalitionspolitiker zur Eile. "Wir müssen dringend mehr Tempo machen bei der Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine", sagte der Grünen-Abgeordnete Anton Hofreiter dem Nachrichtenportal "t-online". Der Vorsitzende des Europaausschusses im Bundestag macht sich zudem für die Lieferung deutscher Panzer stark: "Wieso liefern wir keine Marder-Schützenpanzer?" Das müsse geklärt werden, sagte Hofreiter. 
Nach SPD-Angaben gibt es in der Nato eine informelle Verabredung, keine schweren Kampf- oder Schützenpanzer westlicher Bauart unabgesprochen in die Ukraine zu liefern. Der Rüstungskonzern Rheinmetall hatte angeboten, gebrauchte Marder zur Verfügung zu stellen. Die Bundesregierung sagte bislang öffentlich nur die Lieferung von Gepard-Luftabwehrpanzer und Panzerhaubitzen zu, während die Ukraine auch Kampf- und Schützenpanzer fordert.

14:36
27.05.2022
UPDATE | Der Beauftragte der Bayerischen Staatsregierung für jüdisches Leben und gegen Antisemitismus, Ludwig Spaenle, kritisiert die "Süddeutsche Zeitung" wegen einer umstrittenen Karikatur. Diese stellt den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj als übergroße Figur beim Weltwirtschaftsforum in Davos dar. Spaenle erklärt, Karikaturen seien eine besondere Form der Meinungsäußerung und von künstlerischer Kreativität - und da müsse es auch große Freiheit geben. "Diese Karikatur allerdings werte ich als üble Verzeichnung des Präsidenten der Ukraine und das ist aus meiner Sicht nicht akzeptabel." Die Darstellungsform lasse bei vielen Menschen weit weg von der Realität antisemitische Klischees wachwerden. Der ukrainische Präsident hat jüdische Wurzeln.
Im Internet hatten sich zuvor viele Stimmen ähnlich kritisch geäußert. Die "Süddeutsche Zeitung" reagierte auf Twitter: "Diese Karikatur ist die zeichnerische Umsetzung der Fernsehbilder vom Montag: Der ukrainische Präsident auf der Videowand, und damit im XXL-Format, vor dem Publikum in Davos. Sie illustriert, wie dominierend das Thema Ukraine dort ist." In einer weiteren Stellungnahme bedauert die "SZ" Irritationen: "Wie wir aus Leserreaktionen sehen, weckt die Karikatur bei einigen Menschen antisemitische Assoziationen. Dies war von uns keinesfalls beabsichtigt", so die Chefredaktion: "Die "SZ" ist gegen jede Form des Antisemitismus." 

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