Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj ruft die Weltgemeinschaft auf, sich eindeutiger auf die Seite seines von Russland angegriffenen Landes zu stellen. In seiner Videoansprache zeigt er sich enttäuscht auch von den Beratungen beim Weltwirtschaftsforum in Davos. "Egal, was der russische Staat tut, es gibt jemanden, der sagt: Lasst uns seine Interessen berücksichtigen", sagt Selenskyj.
Auch in Davos sei es so gewesen. "Und das trotz Tausender russischer Raketen, die die Ukraine treffen. Trotz Zehntausender getöteter Ukrainer. Trotz Butscha und Mariupol". Russland tue dies mitten in Europa. Selenskyj kritisiert in diesem Zusammenhang den früheren US-Außenminister Henry Kissinger. Auch dieser sagte, dass ein Frieden für die Ukraine wohl nur mit Gebietsabtretungen an Russland zu erreichen sei.