Letztes Update:
20220523191053

19:09
23.05.2022
Die Verleihung des Internationalen Karlspreises an drei Bürgerrechtlerinnen aus Belarus steht in diesem Jahr im Zeichen des Kriegs in der Ukraine. Ausgezeichnet werden am Donnerstag in Aachen die Aktivistinnen Swetlana Tichanowskaja und Veronika Zepkalo. Die Dritte im Bunde, Maria Kolesnikowa, ist in Belarus inhaftiert. Die drei Frauen stehen für eine demokratische Entwicklung in dem autoritär regierten Belarus. Als die Preisträgerinnen Ende 2021 bestimmt wurden, sei die aktuelle Entwicklung nicht absehbar gewesen, sagte Jürgen Linden, der Vorsitzende des Karlspreisdirektoriums. 
Die Laudatio hält Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne). Im Anschluss an die Zeremonie ist in Aachen eine öffentliche Kundgebung für den Frieden geplant. Dabei werden die Preisträgerinnen sprechen, ebenso Bundestagspräsidentin Bärbel Bas und Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU).

18:22
23.05.2022
Die Ukraine hat nach Angaben der US-Regierung von etwa 20 Staaten Zusagen für weitere militärische Unterstützung bekommen. Dies teilte US-Verteidigungsminister Lloyd Austin in Washington nach einer Videoschalte der neuen internationalen Ukraine-Kontaktgruppe mit. Demnach wollen beispielsweise Italien, Griechenland und Polen Artilleriesysteme liefern. Dänemark versprach weitere Raketen. Andere Staaten kündigten Unterstützung bei der Ausbildung der Streitkräfte an.

17:49
23.05.2022
Eine weltweite Rezession ist nach Ansicht von IWF-Chefin Kristalina Georgiewa nicht in Sicht. Das vom Internationalen Währungsfonds prognostizierte globale Wirtschaftswachstum von 3,6 Prozent sei weit von einer Rezession entfernt, sagte Georgiewa bei der Jahrestagung des Weltwirtschaftsforums in Davos. Sie fügte aber hinzu: "Was wir erleben könnten, ist eine Rezession in einigen Ländern, die von vorneherein schwach sind." Das gelte etwa für Staaten, die sich noch nicht von der Corona-Krise erholt hätten und die in hohem Maße von Energie- und Lebensmittelimporten aus Russland abhängig seien. Georgiewa betonte, insgesamt werde 2022 wegen mehrerer Krisen ein "hartes Jahr".
In einem Video-Statement auf Twitter zu Beginn der Tagung hatte Georgiewa gemahnt, die Lage sei sehr herausfordernd: Der Krieg in der Ukraine und die Pandemie hätten große wirtschaftliche Konsequenzen und führten zu geringerem Wachstum und steigender Inflation. Gleichzeitig seien langfristige Herausforderungen wie die Klimakrise nicht verschwunden.

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