Die Verleihung des Internationalen Karlspreises an drei Bürgerrechtlerinnen aus Belarus steht in diesem Jahr im Zeichen des Kriegs in der Ukraine. Ausgezeichnet werden am Donnerstag in Aachen die Aktivistinnen Swetlana Tichanowskaja und Veronika Zepkalo. Die Dritte im Bunde, Maria Kolesnikowa, ist in Belarus inhaftiert. Die drei Frauen stehen für eine demokratische Entwicklung in dem autoritär regierten Belarus. Als die Preisträgerinnen Ende 2021 bestimmt wurden, sei die aktuelle Entwicklung nicht absehbar gewesen, sagte Jürgen Linden, der Vorsitzende des Karlspreisdirektoriums.
Die Laudatio hält Außenministerin Annalena Baerbock (Grüne). Im Anschluss an die Zeremonie ist in Aachen eine öffentliche Kundgebung für den Frieden geplant. Dabei werden die Preisträgerinnen sprechen, ebenso Bundestagspräsidentin Bärbel Bas und Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Hendrik Wüst (CDU).