Nach mehr als sechs Wochen Funkstille hat Bundeskanzler
Olaf Scholz (SPD)
wieder mit dem russischen Präsidenten
Wladimir Putin telefoniert. Das Gespräch habe auf deutsche Initiative stattgefunden, teilt der Kreml in Moskau mit.
Von deutscher Seite gab es zunächst keine Informationen dazu.
Scholz hatte die Initiative aber bereits am Morgen im Verteidigungsausschuss des Bundestags angekündigt. "Man muss natürlich an irgendeinem Punkt dazu kommen, dass es auch wieder diplomatische Initiativen geben muss", begründete Regierungssprecher Steffen Hebestreit den Vorstoß des Kanzlers. Aus dem Kreml hieß es zu dem Gespräch des russischen Präsidenten mit Scholz, Putin habe "ausführlich" über Russlands Ziele in der Ukraine informiert. Ein Fokus des Gesprächs habe auf humanitären Aspekten gelegen. Es sei vereinbart worden, dass die Diskussion
"auf verschiedenen Kanälen" fortgesetzt werden solle.
Putin habe Scholz zudem auf "grobe Verletzungen der Normen des internationalen Völkerrechts durch sich zur nazistischen Ideologie bekennenden Kämpfern" hingewiesen.