Letztes Update:
20220511140520

14:05
11.05.2022
Nach der Farbattacke auf Russlands Botschafter in Warschau hat das russische Außenministerium den Chef der polnischen Botschaft in Moskau einbestellt. Er habe einen mündlichen Protest wegen des Vorfalls auf dem Warschauer Mausoleumsfriedhof am 9. Mai zu hören bekommen, sagt Botschafter Krzysztof Krajewski nach Angaben der Nachrichtenagentur PAP.
Demonstranten hatten Russlands Botschafter Sergej Andrejew in Warschau am Montag mit roter Farbe begossen und ihn daran gehindert, am "Tag des Sieges" Blumen auf einem Friedhof für sowjetischen Soldaten niederzulegen. Polens Innenminister Mariusz Kaminski kommentierte den Vorfall mit den Worten, die Regierung habe dem Botschafter zuvor von seinem Vorhaben abgeraten, und die Demonstration sei legal gewesen.

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13:55
11.05.2022
Im Kreml wird die Initiative der pro-russischen Verwaltung zum Beitritt der besetzten Region Cherson zu Russland zurückhaltend aufgenommen. "Zweifellos sollten die Bewohner der Region Cherson darüber entscheiden, ob sie so eine Bitte äußern oder nicht", sagt Kremlsprecher Dmitri Peskow. Zudem müsse solch ein Beitritt auch juristisch abgesichert werden. Die benachbarte Krim war 2014 unmittelbar nach einem Referendum zum Teil Russlands erklärt worden.
Die politische Führung in Kiew reagiert scharf auf den Vorstoß.  "Das einzige Schreiben, das die 'Gauleiter' des Gebietes Cherson vorbereiten können, ist das Begnadigungsgesuch nach dem Gerichtsurteil. Die Besatzer können darum bitten, dem Mars oder dem Jupiter angeschlossen zu werden", sagt Präsidentenberater Mychajlo Podoljak. Die ukrainische Armee werde Cherson befreien, fügt er hinzu.

13:33
11.05.2022
Aufgrund des anhaltenden Zustroms an Flüchtlingen aus der Ukraine spitzt sich die Lage am Hauptbahnhof in Prag zu. Der tschechische Innenminister Vit Rakusan kündigt an, ein  Ausweichquartier aufzubauen. "Wir lassen die Menschen nicht auf den Gängen schlafen", schreibt der konservative Politiker bei Twitter. Die Feuerwehr wurde beauftragt, im Stadtteil Troja ein Zeltlager für rund 150 Menschen zu errichten, weil alle verfügbaren Kapazitäten für eine Unterbringung ausgeschöpft sind. Auch Nichtregierungsorganisationen sollen eingebunden werden.
Seit Beginn der russischen Invasion haben mehr als 337.000 Menschen aus der Ukraine in Tschechien Zuflucht gefunden und eine Aufenthaltserlaubnis erhalten. Die Regierung kündigte nun genauere Kontrollen der Schutzsuchenden an. Hilfsorganisationen beklagen eine Diskriminierung von Angehörigen der Roma-Minderheit, denen in manchen Fällen Zugang zu einer Unterkunft verweigert werde. Viele der Roma stammen aus Transkarpatien im Westen der Ukraine.

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