Letztes Update:
20220510221333

21:44
10.05.2022
Nach dem Ausscheiden Russlands aus dem UN-Menschenrechtsrat ist Tschechien in das internationale Gremium mit Sitz in Genf nachgerückt. Das beschloss die UN-Vollversammlung mit deutlicher Mehrheit in geheimer Abstimmung in New York. Die normalerweise dreijährige Amtszeit läuft in diesem Fall ausnahmsweise nur bis Ende 2023.
Der tschechische Außenminister Jan Lipavsky zeigt sich sehr erfreut über die Entscheidung. Sein Land wolle an das Erbe des Bürgerrechtlers und früheren tschechoslowakischen und tschechischen Präsidenten Vaclav Havel anknüpfen, sagt Lipavsky vor Journalisten in Prag. Bereits am Donnerstag werde es auf einer Sondersitzung um Menschenrechtsverletzungen bei der russischen Aggression gegen die Ukraine gehen.

20:40
10.05.2022
Auch die US-Regierung wirft Russland im Zuge des Kriegs gegen die Ukraine Cyberangriffe mit Auswirkungen auf mehrere europäische Länder vor. Moskau habe Ende Februar Angriffe gegen kommerzielle Satellitenkommunikation gestartet, um die ukrainische Befehls- und Kontrollstruktur während der Invasion zu stören, teilte US-Außenminister Antony Blinken mit. Zuvor hatte die Europäische Union erklärt, dass ein russischer Cyberangriff gegen die Ukraine kurz vor Kriegsbeginn auch Auswirkungen auf die Mitgliedsländer gehabt habe. Diese Attacke habe eine Stunde vor dem Einmarsch Russlands in die Ukraine am 24. Februar stattgefunden.
Die US-Regierung sprach von russischen Aktionen mit Auswirkungen auf die Ukraine und auf andere Länder in Europa. Es seien Satellitenempfänger und -sender mit Antennen (VSAT) in der Ukraine und in ganz Europa deaktiviert worden. Dazu gehörten den US-Angaben nach auch Zehntausende VSAT außerhalb der Ukraine, die unter anderem Windkraftanlagen unterstützten oder Internetdienste für Privatpersonen bereitstellten.

19:55
10.05.2022
Das US-Verteidigungsministerium hat keine Hinweise auf den Einsatz von Hyperschallraketen bei den jüngsten russischen Angriffen auf die ukrainische Hafenstadt Odessa. Er könne den Einsatz solcher Waffen in Odessa nicht bestätigen, sagte ein hochrangiger Ministeriumsmitarbeiter in einer Telefonschalte mit Journalisten. Luftangriffe auf Odessa hätten in den vergangenen Tagen aber zugenommen. Nach Darstellung des ukrainischen Militärs hatte die russische Luftwaffe in der vergangenen Nacht Hyperschallraketen vom Typ Kinschal auf die südukrainische Hafenstadt abgefeuert. 
Der US-Ministeriumsvertreter sagte, es gebe keine Hinweise auf einen Angriff auf Odessa durch Bodentruppen oder vom Schwarzen Meer aus. "Odessa steht immer noch fest unter ukrainischer Kontrolle."

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