Nach der Evakuierung der letzten Zivilisten aus dem Stahlwerk
Azovstal in Mariupol haben die dort verschanzten
ukrainischen Kämpfer einen
eindringlichen Hilferuf gesendet. Er könne
nur noch auf ein Wunder hoffen, schrieb der Kommandeur der 36. Marineinfanteriebrigade, Serhij Wolynskyj, bei Facebook. "Darauf, dass höhere Kräfte eine Lösung für unsere Rettung finden!"
Im Zuge der Evakuierung der Zivilisten seien
drei ukrainische Soldaten getötet und sechs verwundet worden, schrieb Wolynskyj nun. "Es scheint so, als ob ich in irgendeiner höllischen Reality-Show gelandet bin, in der wir Militärs um unser Leben kämpfen, und die ganze Welt schaut dem interessanten Stück zu!", beklagte der 30-Jährige. Doch: "Schmerz, Leiden, Hunger, Qualen, Tränen, Angst, Tod - alles ist echt!". Dazu postete Wolynskyj ein Foto von sich, auf dem er unrasiert, übernächtigt und mit offenbar verletzter Nase zu sehen ist.