Letztes Update:
20220506102203

09:37
06.05.2022
Inmitten des Ukraine-Kriegs hat die Rüstungsfirma Heckler & Koch deutlich mehr Geschäft gemacht. Der Umsatz sei im ersten Quartal 2022 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 22,2 Prozent auf 77,5 Millionen Euro gewachsen, teilt die Firma  in Oberndorf (Baden-Württemberg) mit. Der Nettogewinn wurde von 3,3 auf 8,1 Millionen Euro mehr als verdoppelt. "Soweit wir zurückblicken können, war es das beste Jahresauftakt-Quartal der Firmengeschichte", sagt Finanzvorstand Björn Krönert. Als Gründe für die positiven Zahlen nannte er eine generell hohe Nachfrage nach Waffen und effizientere Arbeitsabläufe.Die Folgen des Ukraine-Krieges fließen noch nicht in die Quartalszahlen ein - es gab also keinen Staat, der als Reaktion auf den russischen Angriff in Oberndorf Waffen kurzfristig bestellt und sie noch im März bekommen hat. Solche Zusatzgeschäfte, über die H&K nicht im Einzelnen spricht, würden sich wegen Produktions- und Lieferzeiten frühestens im Herbst auf den Umsatz auswirken. 
Firmenchef Jens Bodo Koch sagt, dass die Nachfrage von Nachbarstaaten Russlands seit der Krim-Annexion 2014 gestiegen sei - diese ohnehin schon hohe Nachfrage werde sich nun wohl noch verstärken. 

09:16
06.05.2022
Die EU-Staaten müssen sich nach den Worten von Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen nicht nur aus der Abhängigkeit von russischen Öl-, sondern auch Gaslieferungen lösen. "Russland ist kein zuverlässiger Partner mehr", sagt sie in Frankfurt beim Kongress der "Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ)" zum Thema "Die Zukunft Europas". "Wir dürfen uns nicht mehr von so einem Lieferanten abhängig machen", sagt von der Leyen mit Verweis auf den kürzlich von Russland verkündeten Gaslieferstopp für Polen und Bulgarien.
Einen konkreten Zeitplan nannte von der Leyen nicht. Die Kommissionspräsidentin hatte erst am Mittwoch wegen des russischen Angriffskriegs auf die Ukraine einen Importstopp für russisches Öl vorgeschlagen, der Moskau Milliarden kosten könnte.

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