Letztes Update:
20220506020442

07:02
05.05.2022
Russland verlängert zum zwölften Mal die Flugverbote im Süden des Landes. Insgesamt elf Flughäfen bleiben bis zum 13. Mai gesperrt, wie die russische Luftfahrtbehörde Rosawijazija mitteilt. Betroffen sind unter anderem die Millionenstädte Rostow-am-Don, Woronesch und Krasnodar sowie die Schwarzmeer-Kurorte Anapa und Gelendschik. Verbote gelten auch für die westrussischen Städte Belgorod und Brjansk, aus denen in den vergangenen Wochen ukrainische Angriffe auf Infrastrukturobjekte gemeldet wurden. 
Auch die seit 2014 von Russland annektierte Krim ist von den Einschränkungen betroffen. Der Flughafen in Simferopol darf nicht angeflogen werden.

Es ist eben nur eine Tragödie, dass dieses große Volk derzeit von einem Diktator geführt wird. 05:58
05.05.2022
Ex-Moskau-Korrespondent Fritz Pleitgen

05:58
05.05.2022
Der frühere Moskau-Korrespondent Fritz Pleitgen warnt vor einer Dämonisierung der Russen. "Ich habe sie immer als Gesprächspartner erlebt, mit denen sich der Gedankenaustausch lohnte", sagt der 84 Jahre alte Pleitgen der Deutschen Presse-Agentur. "Es sind keine anderen Menschen als wir. Höchstens könnte man sagen, dass sie andere Erfahrungen gemacht haben. Aber für mich sind die Russen Europäer."
Leider genieße Präsident Wladimir Putin bei Teilen der Bevölkerung große Unterstützung, so Pleitgen. Es sei aber bei weitem nicht so, dass alle Russen hinter ihm stünden. Viele Intellektuelle und viele Jüngere seien gegen ihn, könnten sich aber derzeit nicht äußern, ohne lange Haftstrafen zu riskieren. Deshalb gebe es kaum sichtbaren Widerstand. "Aber das wird nicht immer so bleiben", prophezeit er. Pleitgen spricht sich für die Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine aus. Putin müsse merken, dass er in der Ukraine militärisch nicht weiterkomme - nur das könne ihn zum Verhandeln bringen. "Auch die Russen wollen kein Paria der Weltgemeinschaft sein."

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